Endspurt auf Weihnachtsmärkten: Frühstarter im Ruhrgebiet

Es wird gehämmert und gesägt: Das sind die Vorboten der Weihnachtsmärkte. Viele Buden stehen schon. Zu den Frühstartern gehören traditionell die Städte im Ruhrgebiet, in Essen-Steele «weihnachtet» es schon seit dem 3. November.
Der Baum für den Weihnachtsmarkt wird aus vielen Einzelbäumen über ein Gerüst aufgebaut. © Bernd Thissen/dpa

Etwa eineinhalb Monate vor Heiligabend eröffnet am kommenden Donnerstag (10.11.) die Stadt Duisburg ihren großen Weihnachtsmarkt. In vielen Städten in NRW stehen bereits die Buden. Die meisten Märkte, so auch in Dortmund, starten am 17. November oder kurz danach. Einige Veranstalter warten traditionell den Totensonntag am 20. November ab und geben erst danach die Bühne frei für Glühwein, Bratwurst und Weihnachtsmusik. So wird es in Münster gehandhabt. Auch der Markt direkt am Kölner Dom macht erst am 21. November auf.

Traditionell gehören die Städte im Ruhrgebiet zu den Frühstartern in die Weihnachtszeit. Der Internationale Weihnachtsmarkt in Essen startet am 12. November, der Markt am Centro in Oberhausen schon einen Tag vorher am Abend. Beide Weihnachtsmärkte sind bei Besuchern aus den Niederlanden besonders beliebt. Im Essener Stadtteil Steele hat eine Budenschau sogar schon am 3. November begonnen. Steele starte damit NRW- und bundesweit als einer der ersten Märkte, sagte der dortige Organisator Léon Finger.

Albert Ritter, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW, bedauert das Durcheinander der Termine. «Ich hätte gerne mal eine einheitliche, frühe Öffnung vor Totensonntag hinbekommen», sagt der Schausteller aus Essen, der auch Präsident des Deutschen Schaustellerbundes ist. Er würde sich eine Diskussion darüber wünschen.

Schausteller-Präsident Ritter verweist auf die heimelige Stimmung durch die Märkte in den Geschäftszentren: «Wir bringen die Emotion, den Mandelduft, das Kinderlachen in die Städte». Die Märkte seien auch energiesparend aufgestellt. Der Glühwein kommt aus dem Zapfhahn und köchelt nicht mehr im offenen Kessel. Der Hauptartikel, die Bratwurst, brutzelt auf dem Holzkohlegrill.

Seit 2017 geht in Düsseldorf der Weihnachtsmarkt in Verlängerung. Bis zum 30. Dezember bleiben die Buden hier geöffnet. «Mit der Verlängerung haben wir sehr gute Erfahrung gemacht», sagt eine Sprecherin von Düsseldorf Tourismus. Denn viele Besucher kämen auch nach den Feiertagen in die Stadt, um die Atmosphäre zu genießen. In Dortmund, Duisburg und Essen-Steele dauert der Markt ebenfalls bis zum 30. Dezember.

Bundesweit gibt es nach Angaben des Schausteller-Verbands etwa 3000 Weihnachtsmärkte. 2017 wurden demnach deutschlandweit 160 Millionen Besucher gezählt.

© dpa
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