Abgetrennter Kopf wird untersucht: Verdächtiger schweigt

29.06.2022 Vor dem ehrwürdigen Eingang des Landgerichts in Bonn wird am Dienstagabend ein menschlicher Kopf entdeckt. Ein Tatverdächtiger beschreibt der Polizei, wo der Rest der Leiche liegt. Am Landgericht geht einen Tag später der Betrieb weiter wie sonst auch.

Die Polizei hat einen Bereich vor dem Bonner Landgericht abgesperrt. © Thomas Banneyer/dpa

Der vor dem Bonner Landgericht entdeckte Kopf eines Menschen sollte nach Polizeiangaben am Mittwochvormittag in der Gerichtsmedizin untersucht werden. Die Polizei hoffe nach der Obduktion am frühen Nachmittag weitere Erkenntnisse zu dem Fall zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Bonn. Auch die etwa einen Kilometer entfernt oberhalb des Rheinufers entdeckte restliche Leiche werde obduziert. Bei dem Toten handelt es sich vermutlich um einen 44-Jährigen aus dem Obdachlosenmilieu. Ein 38 Jahre alter Tatverdächtiger befindet sich laut Polizei weiter in Gewahrsam.

Das Landgericht Bonn, vor dessen Hauptportal der abgetrennte Kopf entdeckt wurde, war am Mittwoch wieder regulär geöffnet. Der Geschäftsbetrieb gehe normal vonstatten, sagte eine Gerichtssprecherin. Als der Kopf am frühen Dienstagabend entdeckt wurde, war das in der Innenstadt gelegene Gericht für die Öffentlichkeit bereits geschlossen. Auch die Türen des säulengeschmückten Hauptportals waren zu. Im Eingangsbereich hatte die Spurensicherung eine dunkle Plane aufgehängt. Am Mittwoch war davon nichts mehr zu sehen.

Der 38-jährige Tatverdächtige, den die Polizei am Dienstag in unmittelbarer Nähe des Landgerichts festgenommen hatte, habe bisher zu den Hintergründen geschwiegen, sagte der Sprecher. Er habe den Ermittlern aber den Fundort der Leiche in der Nähe des Rheinufers korrekt beschrieben. Der Mann werde am Mittwoch voraussichtlich dem Haftrichter vorgeführt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelten wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes.

Der 38-Jährige ist der Polizei den Angaben zufolge vor allem im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkriminalität bekannt. Täter wie Opfer sollen nach ersten Ermittlungen aus der Obdachlosenszene kommen. Ein mögliches Tatwerkzeug wurde bis zum Morgen noch nicht gefunden. Mehrere Passanten hatten die Polizei alarmiert, weil im Eingangsbereich des Gerichts ein Körperteil liege.

Die Identität des Opfers steht nach Polizeiangaben vom Mittwoch noch nicht hundertprozentig fest. Am Fundplatz der Leiche am Rand eines Parks oberhalb des Rheinufers waren noch Absperrbänder zu sehen. Dort sollen sich häufiger Obdachlose aufhalten.

© dpa

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