Allerdings schildern der Angeklagte und der Geschädigte den Vorfall vollkommen unterschiedlich: Der Angeklagte erklärte, er habe sich gegen seinen Mitbewohner in der städtischen Unterkunft wehren müssen. Der 37-Jährige sei in sein Zimmer gekommen und habe ihn bedroht und später gewürgt, deshalb habe er ihn abwehren wollen.
Der Geschädigte erklärte als Zeuge dagegen, er habe den Angeklagten aufgefordert, die laute Musik leiser zu stellen, damit er telefonieren könne. Als er wieder in sein Zimmer habe gehen wollen, habe der Angeklagte ihm von hinten mit dem Hammer auf den Kopf geschlagen und später noch mit mehreren Messern angegriffen. Ärger zwischen beiden habe es vorher nicht gegeben.
Der 37-Jährige hat nach der Attacke mehrere Narben im Gesicht und Hals und leidet nach den Hammerschlägen unter Schwindelattacken. Der Prozess wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung wird am 17. Januar fortgesetzt.