Gewerkschaft der Polizei sagt 41-Stunden-Woche den Kampf an

Die Gewerkschaft der Polizei hat sich die Abschaffung der 41-Stunden-Woche zum Ziel gesetzt. Vor 19 Jahren war die Wochenarbeitszeit für die Polizeibeamten erhöht worden.
Ein Einsatzwagen der Polizei steht vor einer Dienststelle. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Bei der Gewerkschaft der Polizei steht der Kampf gegen die 41-Stunden-Woche im Mittelpunkt ihres dreitägigen Gewerkschaftstages. Fast 400 Delegierte kamen dazu am Dienstag in Düsseldorf zusammen. Seit fast 20 Jahren gelte für die nordrhein-westfälischen Polizisten die ungewöhnlich lange Regelarbeitszeit von 41 Stunden pro Woche, teilte die GdP mit.

Eingeführt worden sei sie 2003 während der Amtszeit von Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD). Die Gewerkschaft will die Arbeitszeit nun in einem ersten Schritt auf die der Tarifbeschäftigten gesenkt sehen: 39 Stunden und 50 Minuten. Langfristig strebt die Gewerkschaft die 35-Stunden-Woche an.

Die GdP begründet ihre Forderung nach einer deutlichen Reduzierung der Arbeitszeit auch mit dem Problem, genügend Nachwuchs für die Polizei zu bekommen. Der Wettbewerb um die besten Köpfe werde sich verschärfen. Die aktuelle schwarz-gelbe Landesregierung habe zwar viel für die Stärkung der Polizei getan, an der Wochenarbeitszeit aber nichts geändert.

Die Delegierten wollen außerdem fast 300 Anträge beraten. Der seit vier Jahren amtierende Landesvorsitzende Michael Mertens (58) wurde am Dienstag mit 132 von 196 abgegebenen Stimmen für vier weitere Jahre wiedergewählt.

Am Mittwoch werden die Spitzenkandidaten von CDU, SPD, FDP und Grünen erwartet: Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Thomas Kutschaty (SPD) und Mona Neubaur (Bündnis 90/Die Grünen). Für Joachim Stamp (FDP) sprang kurzfristig FDP-Fraktionschef Christof Rasche ein. Die Kandidaten sollen ihre Vorstellungen für die Polizei in NRW präsentieren. Die GdP ist mit 46 000 Mitgliedern die größte Polizeigewerkschaft in NRW.

© dpa
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