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3:1 gegen Bochum: Hoffenheim beendet Erfolgskrise

Ein starker Andrej Kramaric sorgt mit dafür, dass die TSG Hoffenheim ihren Fans nach langer Durststrecke mal wieder eine überzeugende Heimvorstellung bietet.
1899 Hoffenheim - VfL Bochum
Hoffenheims Andrej Kramaric (l) schiesst an Bochums Cristian Gamboa vorbei das Tor zum 2:0. (zu dpa: «Sieg gegen Bochum: Hoffenheim beendet Ergebniskrise») © Uwe Anspach/dpa

Die TSG 1899 Hoffenheim hat erstmals nach über drei Monaten wieder im Sinsheimer Stadion gewonnen und die Serie des VfL Bochum beendet. Die Kraichgauer setzten sich zum Auftakt des 14. Bundesliga-Spieltags am Freitagabend mit einem hochverdienten 3:1 (2:0) gegen den Abstiegskandidaten durch. Damit kassierten die Gäste nach zuvor fünf ungeschlagenen Partien wieder einen Rückschlag.

Vor nur 16 023 Zuschauern leitete Erhan Masovic mit einem Eigentor (32. Minute) die Niederlage der Bochumer ein. Der sehr auffällige Andrej Kramaric mit seinem fünften Saisontor (43.) und der eingewechselte Ihlas Bebou (76.) trafen dann für Hoffenheim. Der 1:3-Anschlusstreffer durch Goncalo Paciencia (90.) kam für Bochum zu spät.

Das TSG-Team von Trainer Pellegrino Matarazzo setzte sich damit unabhängig vom Ausgang der anderen Spiele an diesem Wochenende auf dem sechsten Tabellenplatz fest. Zuvor hatte die auswärtsstarke TSG zu Hause nur gegen Wolfsburg gewonnen.

Vor dem Anpfiff durfte sich Hoffenheims U17-Weltmeister Max Moerstedt bei einer Ehrung feiern lassen. Im Winter bestreitet der Stürmer erstmals die Vorbereitung mit den TSG-Profis. Ohne ihren erkrankten bisherigen Toptorschützen Maximilian Beier (sechs Treffer) gingen die Gastgeber in die Partie - offensiv gefährlich waren die Gastgeber dennoch.

Der zuletzt treffsichere Wout Weghorst hätte nach nicht einmal zwei Minuten beinahe die Führung erzielt, doch VfL-Keeper Manuel Riemann klärte mit den Füßen. Eine Viertelstunde später traf der Niederländer aus bester Position den Ball nicht richtig.

Ansonsten hielt Bochum den Gegner zunächst weitgehend fern vom eigenen Gehäuse und spielte immer wieder schnörkellos nach vorn. Als aber Weghorst zum dritten Mal brandgefährlich vor dem VfL-Tor abzog, bugsierte Masovic Riemanns Abpraller ins eigene Netz.

Dass sich Kramaric dabei als Vorbereiter hervortat, war typisch für das Hoffenheimer Spiel: Der kroatische TSG-Rekordtorjäger rochierte ständig und war überall zu finden. Das 2:0 nach einem flotten Spielzug erzielte der WM-Zweite von 2018 dann selbst, nachdem er Matus Bero noch frech ins Leere rutschen gelassen hatte. Damit hat der 32-Jährige in seiner Karriere gegen alle aktuellen Erstligisten getroffen. Vergangene Woche bei der Niederlage in Mönchengladbach hatte Kramaric überraschend nicht in der Startelf gestanden.

Nachdem die Bochumer in den vergangenen Wochen ihre Abwehr stabilisiert hatten, gaben sich die Profis von Chefcoach Thomas Letsch auch nach dem Wechsel so manche Blöße. So hatte Marius Bülter das 3:0 auf dem Fuß, aber Riemann rettete. Kurz zuvor hatten die Gäste vergebens Elfmeter gefordert, als Maximilian Wittek von Kevin Vogt und Anton Stach in die Zange genommen worden war. Joker Bebou machte dann mit dem dritten Treffer alles klar, auch wenn Bochum nach Paciencias Treffer nochmal kurz Hoffnung schöpfte.

© dpa ⁄ Ulrike John, dpa
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