Continental empfängt Aktionäre zur Online-Hauptversammlung

Das Frühjahr ist auch die Zeit der Aussprachen zwischen Eigentümern und Führungspersonal in den großen Unternehmen. Am Freitag steht bei Conti die Hauptversammlung an. Es gibt viel zu bereden.
Das Bild zeigt einen Continental-Reifen. © Continental AG/dpa/Archivbild

Beim Autozulieferer Continental treffen sich Anteilseigner und Management am Freitag (10.00 Uhr) zur jährlichen Hauptversammlung. Wie bereits 2021 ist es eine Online-Veranstaltung. Ihre Fragen an die Leitung mussten die Aktionäre vorab einreichen.

Der Dax-Konzern hatte sein Geschäft im vergangenen Jahr nach einer Schwächephase wegen der zwischenzeitlich geringen Corona-Nachfrage verbessern können. Für 2022 stimmte Vorstandschef Nikolai Setzer aber schon auf neue Probleme ein. Der Krieg in der Ukraine belastet auch die Conti-Lieferketten. Energie wird immer teurer. Erwartet wird daher ein schwieriger Verlauf.

Mittelfristig halten die Hannoveraner zwar an ihren Prognosen fest. Einige Werte für dieses Jahr musste die Führung jedoch nach unten korrigieren. Für den bereinigten Gewinn rechnet Conti mit einem Anteil von 4,7 bis 5,7 Prozent am Umsatz. Bisher hatte man 5,5 bis 6,5 Prozent als Ertragsspanne im laufenden Geschäft erwartet. Die Weltkonjunktur der Autoindustrie wird als schwächer eingeschätzt.

«Auch die Kosten für Beschaffung steigen», deutet der Conti-Chef in seinem vorbereiteten Redetext an. «Insbesondere für ölbasierte Rohstoffe und im Energiebereich.» Insgesamt könnten 3,5 Milliarden Euro an Mehrausgaben anfallen. Außerdem sind die Pandemiefolgen angesichts neuer Lockdowns in China längst nicht ausgestanden. Das bringe «nachhaltige Störungen in der Produktion, in den Lieferketten und auch bei der Nachfrage. Hinzu kommt das Thema Inflation.»

Ein weiteres Thema bei dem digitalen Aktionärstreffen ist ein neues Programm, das die CO2-Last von Produkten mit «Negativ-Emissionen» aus Klimaschutzprojekten gegenrechnen soll. Einige Anteilseigner wollen aber auch darüber sprechen, wie die Aufarbeitung im Fall Wolfgang Schäfer vorankommt. Der langjährige Finanzchef musste seinen Posten im Herbst räumen, weil es bei Untersuchungen zur Verwicklung von Conti-Technikern in die VW-Dieselaffäre «Unregelmäßigkeiten» gab.

© dpa
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