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Zahl gesprengter Geldautomaten geht deutlich zurück

Noch immer werden in Niedersachsen regelmäßig Geldautomaten gesprengt - allerdings mit sinkender Tendenz im Vergleich zu früheren Jahren. Bei den Taten besteht wegen einer veränderten Vorgehensweise oftmals eine größere Gefahr.
Geldautomatensprengung
Ein gesprengter Geldautomat ist in einem Bankgebäude zu sehen. © René Priebe/dpa

In diesem Jahr sind in Niedersachsen bislang deutlich weniger Geldautomaten gesprengt worden als noch in den Jahren zuvor. Von Januar bis September dieses Jahres wurden 23 Angriffe verzeichnet und damit weniger als halb so viele wie im Vorjahreszeitraum (48), wie das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Von Januar bis September 2017 waren es mit 18 Taten noch weniger als in diesem Jahr.

Bei Geldautomatensprengungen sind viele Taten erfolgreich, die Täter können also Geld entwenden. Von Januar bis September dieses Jahr wurden laut LKA 20 Taten vollendet, drei blieben aus Tätersicht ohne Erfolg. Erst in der Nacht zum vergangenen Freitag hatten Unbekannte einen Geldautomaten im Landkreis Diepholz gesprengt.

Das LKA konnte nicht sagen, wie hoch der Sachschaden durch die Taten in diesem Jahr war. Die Polizei nehme am Tatort erste Schätzungen vor, die dann von Fachleuten konkretisiert würden, was häufig Monate dauere, teilte eine LKA-Sprecherin mit. Da der Schaden für die strafrechtliche Verfolgung unerheblich sei, werde die konkrete Schadenssumme nicht polizeilich erfasst.

Laut Landeskriminalamt wurde im vergangenen Jahr mit 68 Angriffen auf Geldautomaten ein Rekord im Bundesland erreicht. Die Statistik gibt es aber erst seit 2015.

Innenministerin Daniela Behrens (SPD) hatte Banken mehrfach aufgefordert, Geldautomaten besser zu schützen. In den vergangenen Monaten sah die Ministerin eine Verbesserung bei der Sicherheit von den Automaten. Als Maßnahmen für mehr Schutz gelten etwa mehr Videokameras, nächtliche Schließzeiten oder das Markieren mit Farbe bei einer Sprengung, womit Täter das Bargeld nicht so leicht in Umlauf bringen können.

Täter verwenden bei den Angriffen oftmals nicht mehr ein Gasgemisch, sondern einen Festsprengstoff, wodurch die Explosionswucht größer wird. Die Justiz im Bundesland nahm die Automatensprenger in der Vergangenheit stärker ins Visier. Ende vergangenen Jahres wurde bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück eine neue Zentralstelle eingerichtet. Dadurch sollen die Erkenntnisse an einer Stelle gebündelt werden.

© dpa
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