Mehrfamilienhaus in Brand: Schwierige Löscharbeiten

Meterhoch schlagen die Flammen aus einem Haus in der Wilhelmshavener Innenstadt. Niemand wird verletzt. Doch die Löscharbeiten gestalten sich für die Feuerwehr schwierig. Die Polizei hat es zudem mit vielen Schaulustigen zu tun.
Feuerwehrleute beim Löscheinsatz am brennenden Wohnhaus. © Andre van Elten/261News /dpa

Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt von Wilhelmshaven hat zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Niemand wurde durch das Feuer verletzt, wie eine Sprecherin der Stadt Wilhelmshaven am Dienstag mitteilte. Nach Angaben der Feuerwehr war der Brand am Montagabend in einer Wohnung in einem leerstehenden Teil des Eck-Gebäudes ausgebrochen und hatte dann über den Dachstuhl auf einen bewohnten Gebäudeteil übergegriffen. Anwohner hatten die Flammen im zweiten Obergeschoss bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Die Feuerwehr war bis zum Dienstag mit 70 Kräften im Einsatz. Die Brandursache blieb zunächst unklar.

Auf Bildern und Videos in der Nacht war zu sehen, wie sich meterhohe Flammen durch die Fenster nach außen ausbreiteten, wie der Dachstuhl in Flammen stand und dichte Rauchwolken zum Himmel aufstiegen. Anwohner wurden aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Neben der Berufsfeuerwehr der Stadt rückten auch zwei Ortsfeuerwehren sowie die Feuerwehr der Bundeswehr zu dem Feuer aus.

Nach Angaben der Stadt breiteten sich die Flammen schnell aus, sodass sie vom Dachstuhl aus auch auf einen weiteren Gebäudeteil sprangen. Das Dach, das mit Teer verstärkt war, erschwerte den Einsatzkräften die Löscharbeiten. Das Löschwasser konnte demnach nicht zielgenau auf die Brandherde gerichtet werden. Die Feuerwehr war mit zwei Drehleitern im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht. Ein Feuerwehrmann musste wegen Erschöpfung vom Rettungsdienst behandelt werden. Er konnte seinen Einsatz danach aber fortsetzen.

Nach Angaben der Feuerwehr mussten sich mehrere Bewohner vor dem Feuer in Sicherheit bringen. Ein Polizeisprecher sagte, die Feuerwehr habe am Dienstagvormittag noch einzelne Glutnester gelöscht, ehe sie am Nachmittag abrückte. Es wurden Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Wegen der Löscharbeiten konnte die Polizei den Brandort aber noch nicht untersuchen. Einem Statiker zufolge ist das Gebäude zudem einsturzgefährdet.

Der Einsatz der Feuerwehr und der Polizei lockte zahlreiche Schaulustige an. Diese hätten die Einsatzkräfte aber nicht behindert, sagte der Polizeisprecher. Unter den Schaulustigen sei auch ein Mann in einer altmodischen Feuerwehruniform gewesen, der sich «wichtig gemacht» habe. Er wurde des Platzes verwiesen.

© dpa
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