Antlitz: Hohe Rohstoffpreis-Belastung, Geld für Software

04.05.2022 VW-Finanzvorstand Arno Antlitz sieht wegen der enormen Inflation bei Energie und Rohstoffen in diesem Jahr weitere zusätzliche Kosten auf den Konzern zukommen. «Wie hoch diese Belastung ausfallen wird, können wir derzeit aber noch nicht genauer quantifizieren», sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur und der Nachrichtenagentur dpa-AFX zu den aktuellen Einschätzungen für den Rohstoffeinkauf.

Das Markenhochhaus von Volkswagen auf dem Gelände des Autokonzerns in Wolfsburg. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Bei Energie spiele die Verteuerung für die Volkswagen-Gruppe hingegen eine eher «untergeordnete Rolle». Denn hier versuche man, die Mehrausgaben unter anderem durch die gleichzeitig weiterlaufenden Sparprogramme aufzufangen. Außerdem setze VW nach wie vor auf Absicherungsgeschäfte gegen allzu starke Preisschwankungen.

2021 habe der Konzern die Fixkosten von gut 23 auf 19 Milliarden Euro gedrückt. «Ziel ist es, das Niveau dieses Jahr zu halten», sagte Antlitz. Bei der Kernmarke VW Pkw ist geplant, die festen Kosten bis 2023 um 5 Prozent im Rahmen bestehender Programme zu senken.

Auch das Preisniveau für Neu- und Gebrauchtwagen ist zurzeit hoch. Dabei kommt einerseits die Verknappung des Angebots infolge der Chipkrise zum Tragen, zum anderen leiten die Hersteller die noch vorhandenen Halbleitermengen oft in gewinnträchtigere Oberklasseautos um. Wie stark mögliche weitere Preissteigerungen bei Energie und Rohmaterialien auf die Endkundenpreise durchschlagen, lässt sich noch nicht näher beziffern. Der Autozulieferer Continental erwartet in diesem Jahr rund 3,5 Milliarden Euro an eigenen Mehrausgaben.

Unabhängig von den Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den neuen Corona-Lockdowns in China will VW auch bei seiner Software-Sparte Cariad mehr investieren. «In diesem Jahr planen wir rund 3 Milliarden Euro für Cariad ein, das kann auch nächstes Jahr noch einmal etwas ansteigen», sagte Antlitz. Im ersten Quartal erhöhten sich die Verluste um weitere 222 Millionen Euro - das liege aber vor allem an den nötigen Anschubfinanzierungen.

«Cariad verdient sein Geld dann später damit, dass die Marken Lizenzgebühren zahlen», so der VW-Finanzchef. «Aktuell müssen wir für die Entwicklung unserer drei großen Softwarepakete noch die Vorleistungen bringen, im Schnitt sind das weiter rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr.» Wenn die Plattformen, die beispielsweise auch für Audi entwickelt werden, einmal fertig sind, werde es entsprechende Rückflüsse geben. Konzernchef Herbert Diess erwartet, dass Cariad wahrscheinlich um das Jahr 2026 herum profitabel wirtschaften wird.

© dpa

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