Hurrikan «Ian» hält Hannover Rück in Atem

Nach den milliardenschweren Zerstörungen durch Hurrikan «Ian» in Florida wagt der Rückversicherer Hannover Rück seine Belastung noch nicht zu beziffern. Der Konzern werte noch die Schätzungen der Schadenmodellierer und eigene Berechnungen aus, sagte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz am Donnerstag beim Investorentag in London. Allerdings habe man in Florida einen deutlich geringeren Marktanteil als sonst. Die Hannover Rück wolle ihre Belastung spätestens bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal am 3. November genauer benennen, sagte Henchoz.
Der Hauptsitz der Hannover Rück. © Holger Hollemann/dpa/Symbolbild

An der Börse konnten die Aussagen nicht überzeugen: Für die Aktien der großen Rückversicherer ging es deutlich abwärts. Das Papier der Hannover Rück war mit einem Kursabschlag von rund zweieinhalb Prozent am späten Vormittag größter Verlierer im Dax, dicht gefolgt von der Aktie des Weltmarktführers Munich Re, die ebenfalls mehr als zwei Prozent verlor. Die Aktie des weltweit zweitgrößten Rückversicherers Swiss Re büßte mehr als drei Prozent ein.

«Ian» war in der vergangenen Woche in Florida auf Land getroffen. Bei seinem Zug quer über den Bundesstaat richtete er gewaltige Schäden an und kostete Dutzenden Menschen das Leben. Die Schadenschätzungen liegen weit auseinander. Zuletzt reichten die Prognosen für die versicherten Schäden von 12 Milliarden bis 80 Milliarden US-Dollar.

© dpa
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