Polizei sucht in Niedersachsen nach 182 vermissten Kindern

26.05.2022 Es dürfte das Schlimmste sein, was Eltern sich vorstellen können: Mehr als 180 Kinder in Niedersachsen werden nach Angaben des Landeskriminalamts vermisst. Nur eines dürfte den Betroffenen Hoffnung machen.

Ein Blaulicht auf einem zivilen Einsatzfahrzeug. © Daniel Vogl/dpa/Symbolbild

Ein Alptraum für Eltern: Die Polizei sucht derzeit nach 182 vermissten Kindern aus Niedersachsen. Außerdem gelten 388 Jugendliche in der Altersgruppe 14 bis 17 Jahre als vermisst, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen zum «Tag der vermissten Kinder» am 25. Mai mitteilte. Gründe für das Verschwinden von Kindern, so weit sie bekannt werden, sind demnach vor allem Entziehungen durch ein Elternteil - oder die Kinder verschwinden aus Heimen. Auch Unglücksfälle spielten eine Rolle. Die meisten Kinder tauchten allerdings nach kurzer Zeit wieder auf.

Werde ein Kind vermisst, komme es auf schnelles Handeln an, teilte das Landeskriminalamt mit. Anders als bei verschwundenen Erwachsenen gingen die Ermittler bei vermissten Kindern grundsätzlich von einer Gefahr aus. Das bedeutet: Die Polizei nimmt sofort die Ermittlungen nach dem Aufenthaltsort oder möglichen Gefahren auf. Gibt es Anhaltspunkte für eine Straftat, wird ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Experten rieten, bei Vermisstenfällen die Polizei so früh wie möglich zu informieren und eine Vermisstenanzeige zu erstatten. So könnten Spuren bestmöglich ausgewertet und Hinweise gefunden werden. Außerdem sollten Eltern vermisster Kinder die Freundinnen und Freunde des betreffenden Kindes sowie andere Eltern anrufen. Darüber hinaus, sollte jemand zuhause sein, falls das Kind zwischenzeitlich gefunden wird oder heimkommt. Auch an vertrauten Orten solle gesucht werden. Das Landeskriminalamt riet außerdem: «Bleiben Sie ruhig und konzentriert.»

Insgesamt werden in Niedersachsen derzeit - Stand 16. Mai - 1231 Menschen vermisst. Die Behörde wies darauf hin, dass die Zahlen der «Vermisstendatei» des Landeskriminalamts nur eine Momentaufnahme seien, die sich mehrmals täglich änderten. Neue Vermisstenfälle kämen hinzu, andere Fahndungen könnten gelöscht werden. In aktuell 69 aller Vermisstenfälle bestehe der Verdacht, dass die vermisste Person das Opfer einer Straftat geworden sein könnte.

© dpa

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