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Verkehrsminister in Sorge um Zukunft des Deutschlandtickets

In Niedersachsen und Bremen nutzen bereits Hunderttausende das Deutschlandticket für den Nahverkehr für 49 Euro im Monat. Doch zwischen Bund und Ländern ist noch offen, wie das Angebot weiter bezahlt werden kann.
Olaf Lies
Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) sitzt auf einer Pressekonferenz. © Markus Scholz/dpa/Archivbild

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies appelliert an den Bund, die weitere Finanzierung des 49-Euro-Tickets für den Nahverkehr schnell zu klären. «Ich mache mir große Sorgen um das Erfolgsmodell Deutschlandticket, wenn wir nicht endlich zu einem Ergebnis bei der Finanzierung für das kommende Jahr finden», sagte der SPD-Politiker vor der Verkehrsministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Köln, bei der es auch um das Ticket geht.

Etwaige Mehrkosten für das kommende Jahr sollten jeweils zur Hälfte vom Bund und von den Ländern übernommen werden, forderte Lies: «Nach den letzten Prognosen sprechen wir noch über 400 Millionen Euro für 2024, die sich Bund und Länder teilen müssten.» Niedersachsen stehe bereit, seinen finanziellen Anteil daran beizutragen. «Am Ende bin ich mir sicher, dass der Bund diesen gemeinsamen Weg auch mitgeht. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn wir hier endlich zu einem Ergebnis kämen», sagte Lies. «Wir brauchen auch mit Blick auf die Kunden keine weitere Verunsicherung. Unsere Verkehrsunternehmen und Kommunen brauchen jetzt die Planungssicherheit.»

Unterstützung kommt von Bremens Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal. «Die Verantwortung liegt jetzt beim Bund; die Länder stehen mit dem Beschluss zu Ihren Zusagen, können die Einnahmeverluste aber nicht alleine aus eigener Kraft stemmen», sagte die SPD-Politikerin. Darüber hinaus fordert Ünsal ein bundesweites Semesterticket zum Preis von 29 Euro. «Das Semesterticket für Studierende ist ein wichtiger Eckpfeiler des Deutschlandtickets. Die Kosten dafür tragen sich durch das Solidarprinzip nahezu selbst.»

In Niedersachsen nutzen nach Angaben des Ministeriums knapp 700.000 Menschen das Deutschlandticket. Fast jede fünfte Fahrt gehe dabei über den heimischen Verkehrsverbund hinaus, und jede zehnte Fahrt wäre ohne das D-Ticket mit anderen Verkehrsmitteln unternommen worden. Insgesamt habe das Angebot einen positiven Einfluss auf die Mobilitätswende, sagte Lies. «Das überkompensiert die Kosten um ein Vielfaches», so der Minister.

© dpa
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