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Vater im Prozess um Körperverletzung an Baby freigesprochen

Ein Baby soll sich in Lebensgefahr befinden. Laut Anklage versucht der Vater, seine Tochter zu retten, und schüttelt sie zu stark. Ein Gericht hat über den Fall entschieden.
Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal
Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal. © Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Das Landgericht Oldenburg hat einen 39 Jahre alten Vater vom Vorwurf freigesprochen, sein Baby verletzt zu haben. Das Gericht verurteilte den Mann am Mittwoch nicht, weil es nicht feststellen konnte, dass er für das Schütteltrauma verantwortlich war (Aktenzeichen 4 KLs 47/21). Das Kind soll wegen eines Schütteltraumas eine Behinderung erlitten haben. Das Verfahren gegen die 36 Jahre alte Mutter des Mädchens wurde eingestellt. Auch ihr konnte keine Tat nachgewiesen werden. Das Mädchen ist inzwischen fünf Jahre alt.

Laut Anklage schüttelte der Vater das Kind im Januar 2019 bei einem Wiederbelebungsversuch so stark, dass es Einblutungen im Schädel erlitt. Beim Prozessauftakt am 9. Oktober hatten die Eltern das bestritten. Der Angeklagte sagte damals, ihm tue «die ganze Situation sehr leid». Das Kind habe ein «sehr trauriges Schicksal erlitten».

Am Mittwoch sagte die Staatsanwaltschaft, dass sich die Anzeichen für ein Schütteltrauma einem Gutachten zufolge erst einige Tage nach dem Vorfall gezeigt hätten. Aus diesem Grund sei davon auszugehen, dass ein anderer Vorfall dazu geführt habe. Zu dem späteren Zeitraum sei der Vater bei der Arbeit gewesen. Wer verantwortlich ist, blieb im Prozess unklar.

Die Staatsanwaltschaft beantragte deshalb den Freispruch des 39-Jährigen. Der Verteidiger des Vaters schloss sich der Einschätzung der Staatsanwältin an.

Etwa drei Monate nach dem Vorfall im Januar 2019 wurde das Kind erneut mit einer Hirnblutung in ein Krankenhaus eingeliefert und musste operiert werden. Laut Anklage soll die Mutter das Baby im Krankenzimmer geschüttelt haben. Dies habe aber zu keiner weiteren Verletzung geführt. Die Frau sagte zum Prozessauftakt, sie habe das Kind lediglich in den Schlaf wiegen wollen.

Laut Gericht wurde der Vorwurf nicht bestätigt. Das Gericht stellte das Verfahren gegen die Frau ein, weil ihr eine solche Tat nicht nachgewiesen werden konnte.

Die Richterin sagte, das Kind entwickle sich positiv. Sie hoffe, dass sich dies fortsetze. Das Mädchen lebt bei einer Pflegefamilie. Den Eltern wurde das Sorgerecht entzogen, und die Mutter ging nach den Vorfällen in psychologische Betreuung, wie ein Sprecher sagte.

© dpa
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