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Universität Vechta forscht zu künstlichen Fischlebensmitteln

Alternativen zu tierischen Lebensmitteln gewinnen immer mehr an Bedeutung. Inzwischen werden auch Lebensmittel entwickelt, bei denen tierische Zellen im Labor gezüchtet werden. Auch der Bund gibt Fördermittel.
Universität Vechta
Blick auf Gebäude der Universität Vechta. © Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Die Universität Vechta, das Berliner Nahrungsmittel-Startup Bluu Seafood und die Hochschule Reutlingen forschen gemeinsam zu künstlich erzeugten Fischlebensmitteln. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werde ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben zu alternativen Proteinquellen mit mehr als 1,3 Millionen Euro fördern, teilte die Universität Vechta am Dienstag mit.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt ziele darauf ab, alternative Proteinquellen, insbesondere geschmackstragende, gesunde Fisch-Fettzellen, für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen und damit neue Optionen für eine globale Ernährungssicherheit in Zeiten von Bevölkerungswachstum und Klimawandel zu erschließen, hieß es. Die zellbasierte Erzeugung von Fischlebensmitteln wirke der Überfischung der Gewässer und der Anreicherung von Umweltgiften in Fischlebensmitteln vor.

Während Bluu Seafood in dem Forschungsverbund den Aspekt der industriellen Forschung und wirtschaftlichen Verwertung bearbeitet und die Hochschule Reutlingen die technologische Grundlagenforschung, betreibt die Universität Vechta die sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung bei dem Projekt. Dieser Forschungsteil wird mit knapp 400.000 Euro gefördert.

Die In-vitro-Erzeugung von tierischen Proteinen zähle zu den großen Innovationen im 21. Jahrhundert, sagte Nick Lin-Hi von der Universität Vechta. Notwendig sei aus seiner Sicht mehr Grundlagenforschung in Deutschland. Er rechne damit, dass die alternative Erzeugung von Fleisch, Fisch und Milch einen großen Veränderungsdruck in der Agrar- und Ernährungsindustrie auslösen werde: «Wir müssen uns mit den neuen Technologien auseinandersetzen und schauen, wie wir diese für den Standort Deutschland fruchtbar machen können.»

© dpa
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