Nordseeraum im Klimawandel: EU fördert Forschung

Der trockene und heiße Sommer hat es gezeigt: Ausreichend Wasser in guter Qualität ist angesichts des Klimawandels keine Selbstverständlichkeit. Auch im europäischen Nordseeraum stünden die Grundwasser- und Bodenressourcen unter Druck - auch wegen der Nutzung durch die Menschen, teilte das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik am Donnerstag in Hannover mit. Im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Wasser seien «unverzüglich systemische Strategien» notwendig. Die EU fördere nun das Forschungsprojekt «Blue Transition» für Wasser- und Bodenmanagement für dreieinhalb Jahre mit über 4,5 Millionen Euro.
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Dazu sollten in 16 Pilotgebieten in Dänemark, den Niederlanden, Schweden, Belgien, Frankreich und Deutschland Lösungen gefunden und Erkenntnisse für Wasserverbände, Landwirte, Behörden und die Gesellschaft abgeleitet werden, kündigte das Institut an. Ziel des Projekts unter der Leitung des Geophysikers Prof. Mike Müller-Petke vom Leibniz-Institut sei es, die Widerstandskraft des Nordseeraums zu stärken.

«In den Pilotgebieten sollen praktische Lösungen gefunden werden», betonte Müller-Petke. «Diese zielen unter anderem auf die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen im Küstenraum, auf die Erhaltung und die Wiedervernässung von Mooren oder auf ein urbanes Wassermanagement.» Dafür wiederum sei es wichtig, die Strukturen im Untergrund sowie die dortigen Prozesse unter anderem mit der Hilfe von Drohnen zu erfassen.

«Mit der Bewilligung fördert die Europäische Union ein wichtiges interdisziplinäres und länderübergreifendes Projekt, um die nachhaltige Bewirtschaftung des Nordseeraums zu sichern», sagte der Wissenschaftler. Beteiligt sind 24 Partner aus sechs Ländern. In Deutschland sind das neben dem Leibniz-Institut der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, der Dachverband Feldberegnung Uelzen, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Geologische Dienst für Bremen und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Ein sogenanntes «Kick-off-Meeting» aller Beteiligten ist im kommenden Winter geplant.

© dpa
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