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Talanx wird nach erstem Halbjahr optimistischer

Dank höherer Prämien laufen in der Versicherungsbranche die Geschäfte gut. Die Konzerne blicken optimistisch in die Zukunft - wenn auch mit Vorsicht wegen der Hurrikansaison, jüngster Waldbrände und Überschwemmungen.
Talanx
Fahnen der Talanx AG wehen bei der Hauptversammlung des Versicherungskonzerns. © Sebastian Gollnow/dpa

Der Versicherungskonzern Talanx legt nach einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr die Latte für 2023 etwas höher. Der Konzerngewinn dürfte im laufenden Jahr die angepeilten 1,4 Milliarden Euro übertreffen, teilte der Versicherer mit der Hauptmarke HDI am Montag in Hannover mit. Dass der Vorstand seine Prognose nicht deutlicher anhebt, begründete Finanzchef Jan Wicke mit der anstehenden Hurrikan-Saison in den USA und der Karibik.

Auch andere Unternehmen der Branche hatten sich zuletzt optimistischer für das laufende Jahr geäußert. So sieht der Chef des weltgrößten Rückversicherers Munich Re, Joachim Wenning, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Konzern sein Gewinnziel in diesem Jahr übertrifft. Und beim Münchner Versicherer Allianz hält es Finanzvorstand Giulio Terzariol für «schwer vorstellbar, dass der operative Gewinn nicht die obere Hälfte der Zielspanne erreicht».

Ein Grund dafür sind höhere Einnahmen: So drehte die Allianz bei ihren Kunden in der Schaden- und Unfallversicherung an der Preisschraube, um die mit der Inflation teurer werdenden Schäden auszugleichen. Und Rückversicherer wie Munich Re und Hannover Rück setzten im Geschäft mit Erstversicherern wie Allianz und Axa zuletzt ebenfalls höhere Prämien durch.

Diese Entwicklung spielt auch Talanx in die Karten - sowohl bei der Rückversicherungstochter Hannover Rück, an welcher der Konzern gut die Hälfte der Anteile hält, als auch in der Industrieversicherung unter der Marke HDI. Daher zeigte sich der Vorstand am Montag zuversichtlich, dass der Versicherungsumsatz des Konzerns in diesem Jahr den Zielwert von 42 Milliarden Euro ebenfalls übertrifft.

In diesem Jahr berechnen große Versicherer ihre Geschäftszahlen erstmals nach den neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 17 und IFRS 9. Der Versicherungsumsatz ersetzt dabei als Kennzahl die bisherigen Prämieneinnahmen und soll besser zeigen, wie viel Geld beim Erst- oder Rückversicherer tatsächlich ankommt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Im ersten Halbjahr verdiente Talanx unter dem Strich 827 Millionen Euro und damit gut ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Aufs Gesamtjahr hochrechnen will der Vorstand dieses Ergebnis jedoch nicht. Erst wenn die Hurrikan-Saison vorbei sei, könne man sich zu weiteren Aussagen hinreißen lassen, sagte Wicke in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Auch ohne Hurrikane zeichnen sich bei Talanx im dritten Quartal bereits die ersten Katastrophenschäden ab. Sowohl die Überschwemmungen in Slowenien und Österreich als auch die Waldbrände in Griechenland und auf Hawaii und die Hagelunwetter in Südtirol dürften es über die Rückversicherung auf die Großschadenliste des Konzerns schaffen, sagte Wicke. Bei Talanx bedeutet dies einen Versicherungsschaden von jeweils mindestens 10 Millionen Euro. Die gelte auch für den Großbrand auf dem Autofrachter «Fremantle Highway» in der Nordsee, erklärte Wicke.

Im zweiten Quartal steigerte Talanx seinen Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 404 Millionen Euro. Dabei profitierte der Konzern von dem Gewinnsprung bei der Hannover Rück. Auch die Privat- und Firmenversicherung im Ausland warf deutlich mehr ab, nachdem der Konzern sein Geschäft in Brasilien in die Gewinnzone gedreht hat.

© dpa
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