Zahl der Tabaksüchtigen in Niedersachsen gestiegen

Der regelmäßige Griff zur Zigarette wird gerade für junge Menschen immer weniger zur Selbstverständlichkeit. Ärzte und Krankenkassen haben anlässlich des Weltrauchertages trotzdem nicht nur positives im Kampf gegen das Rauchen zu vermelden.
Zigarettenstummel liegen im Sand am Strand. © Clara Margais/dpa/Archivbild

Die Zahl der Tabaksüchtigen in Niedersachsen ist seit 2010 deutlich gestiegen. Im Jahr 2020 wurden 58 Prozent mehr Menschen wegen Krankheiten im Zusammenhang mit Tabakkonsum behandelt als zehn Jahre zuvor, wie aus nun veröffentlichten Zahlen der Kaufmännischen Krankenkasse KKH hervorgeht. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am Dienstag betonte die Krankenkasse, dass es sich in jedem Alter lohne, mit dem Rauchen aufzuhören.

Nach der Hochrechnung der KKH wurden im Jahr 2020 in Niedersachsen 600.000 Menschen wegen Tabakabhängigkeit oder psychischer Probleme aufgrund von Tabakkonsum behandelt. Demnach waren in dem Jahr 7,5 Prozent aller Niedersachsen in Behandlung wegen ärztlich diagnostiziertem Tabakmissbrauchs. Ein Grund für den Anstieg könnte die Zunahme von Homeoffice-Zeiten sein, sagte Michael Falkenstein, Experte für Suchtanfragen bei der KKH. Zu Hause sei man nicht auf Raucherpausen angewiesen. Darüber hinaus habe es in der Corona-Krise Einschränkungen bei Hilfsangeboten gegeben. Möglicherweise seien ehemalige Raucher und Raucherinnen rückfällig geworden.

Obwohl die Fälle von diagnostiziertem Tabakmissbrauch steigen, sinkt die Zahl der regelmäßigen und aktiven Raucher, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Mehrheit junger Menschen habe noch nie geraucht. Sorge bereite allerdings der zunehmende Konsum von Wasserpfeifen.

«Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs, welcher in Deutschland die führende Krebstodesursache darstellt», sagte die Chefärztin der auf Lungenkrebs spezialisierten Paracelsus Klinik am See in Bad Gandersheim, Eva-Maria Kalusche-Bontemps. Neben Nikotin befänden sich in Tabak Tausende weitere gesundheitsschädliche Stoffe, sagte sie. Mit dem Rauchen aufzuhören wirke sich bereits nach kurzer Zeit positiv auf den Körper auf.

© dpa
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