Bund: Förderung für Aufbau der Wasserstoffwirtschaft

Der Bund und das Land Niedersachsen haben festgelegt, wie genau sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft einschließlich einer CO2-armen Stahlherstellung gemeinsam finanziell unterstützen wollen. Die verschiedenen Ressorts der Landesregierung steuerten aus ihren Etats 700 Millionen Euro für bislang zwölf Einzelprojekte bei, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag. Der Bund plane mit insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Zur Unterzeichnung der Vereinbarungen besuchte auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und frühere Landesumweltminister, Stefan Wenzel (Grüne), die Salzgitter AG.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, spricht auf einer Veranstaltung zum Salcos-Projekt der Salzgitter AG. © Moritz Frankenberg/dpa

Es geht um die Förderung von Investitionen in die Nutzung von Wasserstoff. Dieser gilt als klimafreundlicher Energieträger der Zukunft und zugleich wichtiges Speichermedium. In der Stahlindustrie etwa lässt er sich anstelle von Kokskohle zur Roheisen-Produktion einsetzen, statt großer Mengen klimaschädlichen Kohlendioxids wird dabei Wasserdampf frei. Für eine «grüne» CO2-Bilanz muss vorher aber Wasser energieintensiv aufgespalten werden - und zwar mit Ökostrom.

Die bei Ausschreibungen gewonnenen Förderzusagen für Niedersachsen seien «die Grundlage für das, was jetzt hier geschieht», sagte Weil. Bezieht man die erwarteten privatwirtschaftlichen Investitionen ein, könne eine Gesamtsumme von 6 Milliarden Euro zusammenkommen. Die Anschubfinanzierung durch Bund und Land sei der «Startschuss in eine neue industrielle Phase». Neben der Anwendung bei Stahl und Chemie sei Wasserstoff auch wesentlicher Treiber für neue Pipeline-Projekte und die mittel- bis langfristige Nutzung der geplanten LNG-Terminals.

Wenzel ergänzte zur Bedeutung der künftigen Wasserstoffwirtschaft: «Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit, wir wollen die Industrie hier erhalten.» Mit der Beihilfe-Genehmigung für das Salzgitter-Projekt «Salcos» bei der EU rechne man in einigen Wochen. Salzgitter-Chef Gunnar Groebler sagte: «Alle, die heute hier sind, haben bewiesen, dass sie an die Transformation unserer energetischen Basis glauben.»

© dpa
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