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Prozess um rund 500 Kilo Kokain in Bremerhaven hat begonnen

Kokain landet immer wieder in Seecontainern in Bremerhaven. Eine eher große Menge der Droge wollen mutmaßlich mehrere Männer im April aus dem Hafen holen - doch die Aktion misslingt. Am Montag hat der Prozess begonnen.
Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Ein Prozess um den Schmuggel von mehr als 500 Kilogramm Kokain hat am Montag in Bremen begonnen. Angeklagt sind neun Männer zwischen 35 und 49 Jahren. Am Montag äußerten sich die Angeklagten nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft. In dem voraussichtlich langwierigen Prozess sind zunächst Verhandlungstermine bis Ende Oktober des nächsten Jahres angesetzt.

Ungewöhnlich ist nicht nur die vergleichsweise hohe Zahl der Termine. Der Prozess wird auch fernab des Landgerichts in einem auswärtigen Gerichtssaal, einer umfunktionierten Lagerhalle, geführt. Im historischen Landgericht reicht der Platz nicht aus. Allein rund 20 Anwälte vertreten die Angeklagten. Die Zuschauerplätze waren am Montag alle belegt.

Die Staatsanwaltschaft wirft acht Angeklagten die gemeinschaftliche Einfuhr von Betäubungsmitteln vor. Alle neun Männer sind angeklagt wegen der Beihilfe zum Handeltreiben von Betäubungsmitteln.

Das Kokain soll ein Containerschiff aus Panama nach Bremerhaven gebracht haben. Internationale Verbrecherbanden nutzen Seecontainer, um Drogen wie Kokain zu schmuggeln. In dem Containerhafen in Bremerhaven finden Zollbeamte immer wieder Drogen. In der Freizone Bremerhaven waren es vergangenes Jahr rund 1,3 Tonnen Kokain.

Ein 42 Jahre alter Mann und ein 35-Jähriger sollen das Abholen des Kokains organisiert haben. Laut Staatsanwalt wurden Männer mit Zugang zum Hafengelände angeworben. Darunter soll auch ein Mann gewesen sein, der einen Portalhubwagen fährt. Das sind Fahrzeuge, mit denen sich Container transportieren lassen. Die mutmaßlichen Hintermänner sind nicht bekannt.

Der Gruppe gelang es in der Nacht zum 6. April nicht, die Drogen zu holen, wie der Staatsanwalt sagte. Einer der Angeklagten, ein 49 Jahre alter Mann, setzte sich daraufhin ab. Am 7. April soll die Gruppe abermalig versucht haben, das Kokain zu holen. Doch auch das sei nicht gelungen. Der Fahrer des Portalhubwagens habe den Container nicht rechtzeitig umgestellt, sagte der Staatsanwalt.

Eine Debatte bei Gericht löste ein Pressebericht aus, welcher vor Beginn des Verfahrens veröffentlicht wurde. In dem Bericht stünden Informationen aus der Verfahrensakte, kritisierten mehrere Verteidiger. Der Bericht könnte demnach die Schöffen beeinflussen.

Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft sagte, dass er den Artikel kenne. Der Vorgang werde untersucht. Gegenwärtig gebe es keine Anhaltspunkte, dass die Akte von der Ermittlungsbehörde weitergegeben worden sei. Der Prozess soll am 30. Oktober fortgesetzt werden.

© dpa
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