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Pestizideinsatz: Staudte enttäuscht über fehlende Mehrheit

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte hat enttäuscht auf das Scheitern einer EU-Verordnung für einen geringeren Pestizideinsatz zum Schutz der Umwelt reagiert. Der Vorschlag der EU-Kommission, den Einsatz von Unkraut- und Schädlingsvernichtungsmitteln in der EU deutlich zu reduzieren, fand bei einer Abstimmung im Europaparlament in Straßburg am Mittwoch keine Mehrheit. Dass man zu keinem Kompromiss gekommen sei, sei kein Grund zur Freude, teilte die Grünen-Politikerin mit. «Es ist wichtig, dass Reduktionsziele für Pflanzenschutzmittel definiert werden.»
Pflanzenschutz
Auf einem Feld wird mit einer selbstfahrenden Pflanzenschutzspritze ein Fungizid gesprüht. © Martin Schutt/dpa/Symbolbild

Die Landwirtschaftsministerin wies darauf hin, dass sich Politik, Landwirtschaft und Naturschützer im Bundesland im Rahmen des sogenannten Niedersächsischen Wegs bereits darauf verständigt haben, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, um so die biologische Vielfalt zu stärken.

«Dass jetzt nach fast anderthalb Jahren Verhandlungen noch nicht einmal die Basis für den Beginn der Trilog-Verhandlungen mit der Kommission und dem Rat für die Verordnung festgelegt werden konnte, ist eine schlechte Nachricht für die Umwelt und auch die Betriebe», sagte Staudte. Da es nun lange dauern könne, bis doch noch eine EU-Verordnung kommen könnte, wolle Niedersachsen die Zeit nutzen, um die Pestizidreduktion auf Landesebene voranzutreiben.

Das Landvolk Niedersachsen nannte die ablehnende Entscheidung «folgerichtig». Vielen Betrieben seien die Vorgaben zu weit gegangen. «Wir haben nicht nur ein geltendes Pflanzenschutzrecht, das einen sparsamen Umgang mit chemischen Pflanzenschutzmitteln schon lange vorschreibt», teilte der Umweltreferent des Landvolks, Hartmut Schlepps, mit. «Die Bauern und Bäuerinnen in Niedersachsen sind auch kontinuierlich auf der Suche nach Möglichkeiten, den Einsatz weiter zu reduzieren.» Sowohl auf den konventionell als auch auf den ökologisch wirtschaftenden Höfen werde die Entscheidung mit Erleichterung aufgenommen, teilte der Landesbauernverband weiter mit.

© dpa
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