Corona-Infektionszahlen steigen durch Subvariante deutlich

Die nächste Corona-Welle hatten viele erst für den Herbst erwartet. Doch schon jetzt steigen die Infektionszahlen auch in Niedersachsen deutlich. Das macht die Gesundheitsministerin vor allem an einer Entwicklung fest.
Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus Sars-CoV-2. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Angesichts der deutlich gestiegenen Zahl an Corona-Neuinfektionen hat Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) vor einer Sommerwelle gewarnt. «Die Infektionszahlen steigen seit mehreren Tagen wieder an und auch in den Krankenhäusern werden langsam aber sicher wieder mehr Patientinnen und Patienten mit einer Covid-Infektion behandelt», sagte Behrens am Dienstag.

Die Corona-Inzidenz in Niedersachsen hat sich im Vergleich zur Vorwoche mehr als verdoppelt. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche lag am Dienstag bei 642,9. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 262,8, wie aus Daten des Landes hervorgeht. Die Inzidenz liegt damit so hoch wie zuletzt vor einem Monat.

Auslöser für die steigenden Infektionszahlen ist der Ministerin zufolge die hochansteckende Omikron-Subvariante BA.5. Daten aus anderen Ländern mit einem hohen Anteil von BA.5-Infektionen deuteten jedoch darauf hin, dass die Subvariante nicht zu schweren Krankheitsverläufen oder einer Überlastung des Gesundheitssystems führe. «Corona wird uns in dieser Hinsicht nicht den Sommer vermiesen», erläuterte Behrens.

Laut letztem RKI-Wochenbericht liegt der Anteil von BA.5 nach den Daten etwa von vor zwei Wochen bei zehn Prozent - er dürfte aber inzwischen weitaus höher liegen, schätzt etwa der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl.

Behrens mahnte zur Vorsicht und rief dazu auf, die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einzuhalten, um sich vor einer Infektion zu schützen. Zudem empfiehlt sie gerade in engen Innenräumen oder bei größeren Menschenansammlungen eine Maske zu tragen. Außerdem sei es wichtig, sich regelmäßig zu testen.

Einmal mehr rief sie dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen: «Insbesondere die Auffrischungsimpfungen bieten einen sehr guten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen - nehmen Sie sie bitte in Anspruch.» Menschen, die älter als 70 Jahre seien oder ein geschwächtes Immunsystem hätten, seien nachdrücklich aufgerufen, sich um eine zweite Auffrischungsimpfung zu bemühen.

Seit Mitte Februar rät die Ständige Impfkommission (Stiko) bestimmten Gruppen zu der vierten Impfung: Menschen ab 70, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) haben bislang knapp 720.000 Menschen im Bundesland eine vierte Impfung gegen das Coronavirus erhalten - das sind neun Prozent der Einwohner. Eine erste Auffrischungsimpfung haben den Angaben zufolge knapp 5,2 Millionen Menschen in Niedersachsen erhalten - das sind rund 65 Prozent der Einwohner.

© dpa
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