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Neue Studie soll Erkenntnisse für Moorschutz liefern

Um mehr CO2 einzusparen, will Niedersachsen seine Moore besser schützen. Die Ergebnisse einer Studie sollen Hinweise geben, wie das gelingen kann.
Moorschutz in Niedersachsen
Bäume stehen in der Diepholzer Moorniederung. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Mit den Erkenntnissen aus einer neuen Studie wollen das Umwelt- und das Agrarministerium den Schutz der niedersächsischen Moore vorantreiben. Auf Grundlage der sogenannten Potenzialstudie «Moore in Niedersachsen» soll der Moorschutz vorangetrieben werden, wie die Ministerien am Mittwoch bei der Vorstellung der Ergebnisse mitteilten. Ziel sei letztlich, dass die Flächen weniger Treibhausgase abgeben. Vor allem bei landwirtschaftlich genutzten Flächen gibt es laut der Studie, die das Umweltministerium in Auftrag gegeben hatte, dafür Möglichkeiten.

Eine private Forschungsgemeinschaft untersuchte Daten zu 275 Moorgebieten mit zusammen 150 Hektar. Die Untersuchung stelle nun eine Grundlage für die weitere Arbeit dar, hieß es. Geplant sei unter anderem, die Landesstrategie Moorbodenschutz zu überarbeiten. Zudem sollen beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems Stellen für den Moorschutz eingerichtet werden. Die schonende Bewirtschaftung von landwirtschaftlich genutzten Moorböden oder Wald-Mooren sowie Projekte zur Wiedervernässung von naturnahen Mooren sollen gefördert werden.

«Moore sind als unsere natürlichen Klimahelden ein wichtiger Kohlenstoffspeicher und insgesamt bedeutend für den Naturhaushalt», sagte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne). Der Ausstoß von CO2 von Mooren und anderen kohlenstoffreichen Flächen soll nach Plänen der Landesregierung deutlich sinken, bis 2030 um einen mit 1,65 Millionen Tonnen CO2 vergleichbaren Wert gegenüber 2020. Die Studie zeige nun, wo mit freiwilligen Maßnahmen und geringen Fördermitteln die höchsten Einsparungen in den Regionen zugunsten des Klimaschutzes möglich seien, so Meyer.

Anpassungen und Änderungen bei der Bewirtschaftung von Moorflächen müssten sich für die Flächenbewirtschafter allerdings lohnen, um die notwendige Akzeptanz zu finden, betonte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne). Moorkultivierung sei ein wesentlicher Bestandteil der Kulturgeschichte in Nordwestdeutschland.

«Intakte Moore erfüllen wichtige Funktionen für das Klima, die biologische Vielfalt und einen ausgeglichenen Wasserhaushalt», erklärt das Umweltministerium in einer Mitteilung. Nach Berechnungen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) entstanden demnach im Jahr 2020 allein aus kohlenstoffreichen Böden in Niedersachsen jährliche Treibhausgasemissionen im Wert von 15,8 Millionen Tonnen CO2. Das entspreche rund 18 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des Bundeslandes.

© dpa
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