Staatsoper lockt mit «Glück und anderen Versprechen»

20.05.2022 Die Staatsoper Hannover will sich öffnen - für behinderte Menschen und für Gesang aus aller Welt. Das beginne in der Spielzeit 2022/2023 mit einem Konzert von Oumou Sangaré, «einer der größten Stimmen Westafrikas», sagte Intendantin Laura Berman am Freitag. «Uns ist die Öffnung des Hauses wichtig.» Gespannt sei sie auf das Projekt «Zer-brech-lich» - mit vor allem Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung. In der Oper beginnt die Spielzeit aber ganz klassisch am 24. September mit «Mefistofele» von Arrigo Boito, der die Texte zu Verdis Klassikern «Otello» und «Falstaff» schrieb.

Die Staatsoper am Georgsplatz in der Innenstadt. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Das Motto der Spielzeit laute «Glück und andere Versprechen», sagte Berman. «In harten Zeiten nähern wir uns dem Begriff Glück neu an und erkennen, dass man auch mit Kleinigkeiten schon sehr glücklich sein kann.» Dafür stünden viele Figuren der Spielzeit. Auch aktuelle Themen sind darunter, wenn auch vom Krieg in der Ukraine ein wenig in den Hintergrund gedrängt: die Auseinandersetzung zwischen den USA und China. Premiere im Juni 2023 feiere die Oper «Nixon in China» von John Adams. In dem Werk, das «eine der besten Opern des 20. Jahrhunderts» sei, gehe es um Kommunikation - und ihr Scheitern.

Insgesamt kommen den Angaben zufolge zehn Neuproduktion der Oper, drei Ballettpremieren und acht Sinfoniekonzerte auf die Bühne. Eines der Highlights sei Claudio Monteverdis Oper «L'Orfeo» von 1607, oft fälschlich als erste Oper überhaupt angesehen. «Man sucht nicht immer Lieblingsstücke aus für den Spielplan», in diesem Fall aber sei schon eine Vorliebe da, sagte Berman. Zu den Opern-Premieren zählen «The Fall Of The House Of Usher» von Philip Glass, «Das Märchen vom Zaren Saltan» von Nikolai Rimski-Korsakow und «Rusalka» von Antonin Dvorak.

Im Ballett werde im Oktober das Stück «Der Feuervogel» von Ballettdirektor Marco Goecke uraufgeführt, kündigte Hannovers stellvertretender Ballettdirektor Christian Blossfeld an. Zuvor werde Goecke bereits mit dem Deutschen Tanzpreis ausgezeichnet. Das Staatsballett werde in Tel Aviv, Portugal und Deutschland gastieren.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Abonnentenzahl seien «nicht extrem dramatisch», sagte Berman.

© dpa

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