Kostenlose Angebote zum Museumstag in Niedersachsen

Mit kostenlosen Führungen locken viele Häuser am Internationalen Museumstag. Unter anderem Gedenkstätten zur nationalsozialistischen Diktatur präsentieren moderne, multimediale Ausstellungen.
Ein Freimaurerzeichen am Eingang zu einem Städtischen Museum. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Symbolbild

Mit vielen Angeboten haben mehr als tausend Häuser bundesweit für Sonntag zum Internationalen Museumstag eingeladen. Deutschlandweit gab es über 2500 analoge und digitale Aktionen für Besucherinnen und Besucher. Viele Häuser lockten auch in Niedersachsen und Bremen mit freiem Eintritt, um ihre Dauer- und Sonderausstellungen kennenzulernen. Der Museumstag wird auch von etlichen Gedenkstätten zur nationalsozialistischen Diktatur genutzt, um auf die Geschehnisse an den historischen Orten hinzuweisen.

Ziel des Aktionstages ist es, auf die Vielfalt und Bedeutung von Museen und die Arbeit der Mitarbeiter aufmerksam zu machen. Viele Gedenk- und Dokumentationsstätten präsentieren moderne, multimediale Ausstellungen und bieten ein breites Spektrum an begleitenden Veranstaltungen.

In Niedersachsen und Bremen ist seit den 1980er Jahren ein dichtes Netz von Gedenk- und Dokumentationsstätten gewachsen, die über die Geschichte des Nationalsozialismus in ihrer Region forschen und informieren. Zusammen mit einer Vielzahl von Vereinen, Initiativen, Projektgruppen und Geschichtswerkstätten bilden sie die niedersächsisch-bremische «Erinnerungslandschaft».

Die meisten der Gedenkstätten werden von privaten Einrichtungen wie etwa Vereinen oder Stiftungen getragen. Abhängig von ihren unterschiedlichen finanziellen und personellen Ausstattungen variieren sie in ihren Möglichkeiten stark. In den außerschulischen Lernorten sollen politische und gesellschaftliche Themen wie etwa das Wiedererstarken von Antisemitismus, von Rechtspopulismus und -extremismus und von antidemokratischen und nationalistischen Bewegungen eine wichtige Rolle spielen.

Locker geht es im Deutschen Salzmuseum und dem Museum Lüneburg zu. Beide Häuser luden bei freiem Eintritt dazu ein, ihre Dauer- und Sonderausstellungen zu erkunden und ein buntes Programm zu genießen. In vielen Museen gab es kostenfreie Mitmachaktionen besonders für Kinder. Auch Häuser wie das Landesmuseum Hannover und das Überseemuseum in Bremen lockten mit kostenlosen Tickets. Die Kunsthalle Emden beteiligte sich am 45. Internationalen Museumstag mit reduziertem Eintritt und Führungen durch die aktuelle Ausstellung «Ein Bild der Zeit. Expressionismus in Film und Kunst».

© dpa
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