CDU-Kandidat Althusmann erwartet Kopf-an-Kopf-Rennen mit SPD

Lange Zeit schien das Rennen um die Ministerpräsidentschaft entschieden zu sein, bevor es richtig angefangen hatte - und zwar zu Gunsten von Amtsinhaber Stephan Weil. Doch dessen Vorsprung ist geschmolzen. CDU-Kandidat Althusmann gibt sich optimistisch.
Bernd Althusmann während der Vorstellung seiner Wahlplakate für die Landtagswahl 2022. © Moritz Frankenberg/dpa

Niedersachsens CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann erwartet bei der Landtagswahl am 9. Oktober ein knappes Ergebnis. «Ich denke, es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben von CDU und SPD, und ich gehe fest davon aus, dass die CDU stärkste Kraft in Niedersachsen wird», sagte Althusmann der Deutschen Presse-Agentur. «Die Menschen in Niedersachsen haben ein gutes Gespür für Ausgleich und dafür, dass ein politisch starkes Gegengewicht zur Ampel in Berlin notwendig ist.»

Althusmann kritisierte zudem die Ankündigung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), nur noch eine weitere Amtszeit anzustreben: «Stephan Weil will nach der nächsten Legislaturperiode in den Ruhestand gehen. Das ist schon bemerkenswert», sagte er.

In den jüngsten Umfragen lag die SPD mit 29 bis 30 Prozent vor der CDU mit 26 bis 27 Prozent. Anfang des Jahres lag die CDU noch acht bis neun Prozentpunkte zurück. Regierungschef Weil ist seit 2013 im Amt, Althusmann ist derzeit als Wirtschaftsminister sein Stellvertreter.

Mit Blick auf mögliche Koalitionen legte sich Althusmann nicht fest. Auch für eine erneute große Koalition mit der SPD sei er offen. «Zum jetzigen Zeitpunkt schließe ich weder eine Neuauflage der großen Koalition unter Führung der CDU noch eine schwarz-grüne Koalition wie in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein oder ein Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP aus», sagte der CDU-Landeschef. Schwarz-Grün sei in seinen Augen «möglich, wenn es beide Seiten wirklich wollen». Er trete an, damit seine Partei stärkste Kraft werde. «Alles weitere werden wir sehr pragmatisch angehen und mit Bereitschaft zu Kompromissen.»

Gefragt, ob er im Falle einer Niederlage vom Landesvorsitz seiner Partei zurücktreten werde, sagte Althusmann: «Diese Frage beschäftigt mich im Moment überhaupt nicht. Ich verschwende keine Sekunde darauf, darüber nachzudenken. Stellen Sie die Frage gerne am 10. Oktober noch mal.»

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Bundesliga: Labbadia zurück beim VfB: «Nicht irgendein Club für mich»
Tv & kino
Fernsehen: RBB: Aus für preisgekrönte Talkshow «Chez Krömer»
Tv & kino
Netflix: Guillermo del Toros «Pinocchio»: Ein Stop-Motion-Meisterwerk
Internet news & surftipps
Internet: Regierungschef Weil kritisiert und verlässt Twitter
Gesundheit
OECD: Lebenserwartung in EU 2021 wegen Corona gesunken
Das beste netz deutschlands
Sicherheitslücke: Chrome-Browser braucht dringend Update
Das beste netz deutschlands
Meldung an die Behörden: Klick gegen Hass im Netz: Hamburg schaltet Portal frei
People news
Verleihung: Frank Zander mit zweitem Bundesverdienstkreuz geehrt
Empfehlungen der Redaktion
Regional niedersachsen & bremen
Umfragehoch: CDU erwartet Wahl-Krimi: SPD in Umfragen weiter vorn
Regional niedersachsen & bremen
Verkehrspolitik: Minister: 49-Euro-Ticket für ländlichen Raum attraktiv
Regional niedersachsen & bremen
Landtagswahl: CDU-Spitzenkandidat Althusmann gibt Stimme ab
Regional niedersachsen & bremen
SPD-Kandidat: Weil: Regierungsbildung auch als zweite Kraft denkbar
Regional niedersachsen & bremen
Landtag: Mittags weniger Wähler als 2017: Enges Rennen von SPD, CDU
Regional niedersachsen & bremen
Landesvorsitz: CDU: Mitgliederbefragung bei mehreren Kandidaten
Regional niedersachsen & bremen
CDU-Spitzenkandidat: Althusmann: Brauchen Gegengewicht zur Ampel
Regional niedersachsen & bremen
Wirtschaftsminister: Althusmann: Wird Unterstützung bei Energiepreisen geben