Gebäude voller Spuren und Narben: Tag des offenen Denkmals

Je älter ein Mensch wird, desto mehr hinterlässt das Leben Spuren in seinem Gesicht. Bei Bauwerken ist das nicht anders. Daran erinnert der Denkmaltag in Niedersachsen und Bremen.
Blick auf das UNESCO-Weltkulturerbe Besucherbergwerk Rammelsberg. © Swen Pförtner/dpa/Archivbild

Kirchen, Villen und alte Fabrikgebäude - auch in Niedersachsen und Bremen laden zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag Hunderte Bauwerke zur Besichtigung ein. In Goslar im Harz sollen zwischen Altstadt und dem Bergwerk Rammelsberg Spuren an alten Gebäuden oder Hinterlassenschaften des Bergbaus in der Landschaft gezeigt werden, denn das Motto lautet in diesem Jahr «KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz».

Denkmäler seien «Zeugen vergangener Geschichten ihrer Bewohner und Erbauer», schrieb die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu dem Tag. Historische Narben, Ergänzungen und Weiterentwicklungen erzählten viel über ein Bauwerk und seine Bewohner. Der Tag der offenen Tür solle auch auf die vielen Beteiligten am Denkmalschutz hinweisen - von den Eigentümern über Denkmalpfleger, Restauratoren und Bauforscher bis hin zu Architekten und Handwerkern. Die zentrale Eröffnung findet in Leipzig statt.

Auch das alte Direktionsgebäude des Fahrzeugherstellers Hanomag und das Werksmuseum der Lindener Eisen- und Stahlwerke in Hannover sind offen für Besucher. An manchen Stellen wiegt die dokumentierte Geschichte schwer: In einer Ausstellung zur NS-Zwangsarbeit in Göttingen werden Barackenteile des KZ-Außenlagers Duderstadt gezeigt. In Bremen sind das Rathaus, die Bremische Bürgerschaft und viele Kirchen geöffnet. Das Übersee-Museum zeigt verbliebene Spuren der Zerstörung durch Bomben im Zweiten Weltkrieg.

In Bremen wurde anlässlich des Tages des offenen Denkmals am Sonntag auch ein Jubiläum gefeiert. Dort besteht das Bremer Landesamt für Denkmalpflege seit 50 Jahren, wie der Senat mitteilte. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte in einer Rede im Rathaus, dass die Gründung der Fachbehörde vor 50 Jahren «sinnvoll war und heute noch genauso wichtig ist». Bovenschulte ist als Kultursenator auch zuständig für den Denkmalschutz.

© dpa
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