Nach Vorfällen an Bahnübergängen zieht Bahn Konsequenzen

Nach dem jüngsten Bericht über einen Beinahe-Unfall in Rastede will die Bahn das gesamte Team eines Subunternehmens abziehen. Eine neue Firma soll nun Bahnübergangsposten an der Strecke stellen. Auch bei den Kontrollen soll sich etwas ändern.
Der Bahnübergang am Schanzer Weg. © Sina Schuldt/dpa

Nach mehreren Vorfällen an Bahnübergängen in Rastede (Landkreis Ammerland) hat die Bahn Konsequenzen gezogen. Das gesamte Team aus Bahnübergangsposten entlang der Strecke Wilhelmshaven - Oldenburg des beauftragten Subunternehmens werde kurzfristig ausgewechselt, teilte ein Bahnsprecher am Freitag mit. Ein anderer Dienstleister werde ein neues Team bereit stellen. Dieses solle noch engmaschiger kontrolliert werden. «Sicherheit ist und bleibt das oberste Gebot für die DB», hieß es.

Die Polizei hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass ein Ehepaar einen Beinahe-Unfall am Bahnübergang Schanzer Weg gemeldet habe. Die 50 Jahre alte Fahrerin habe vor dem Übergang ihre Geschwindigkeit reduziert. Nach Angaben der Frau und ihres Ehemanns war nicht zweifelsfrei erkennbar, ob der Bahnübergang frei oder geschlossen war. Das Verhalten des Sicherheitspersonals auf dem Bahnübergang habe sie nicht deuten können, sagte die Frau der Polizei.

Schließlich habe sie ihr Auto unmittelbar vor den Gleisen zum Stehen gebracht - und zwar in dem Moment, als eine Diesellok von links kam. Der Abstand zwischen dem Fahrzeug und der Lok habe zu diesem Zeitpunkt lediglich wenige Meter betragen.

Die Schrankenanlage ist derzeit wegen Bauarbeiten außer Betrieb. Die Sicherung des Übergangs wird manuell geregelt. Bereits am Mittwoch war die Polizei zu einem anderen Bahnübergang in Rastede im Ortsteil Liethe gerufen worden. In Liethe war am 3. August ein Lasterfahrer bei einem Unfall mit einer Bahn in Rastede ums Leben gekommen.

Ein 36 Jahre alter Mitarbeiter eines Subunternehmens der Bahn soll einen NDR-Reporter am Mittwoch mehrfach mit der Faust ins Gesicht und gegen den Hinterkopf geschlagen haben. Der Interviewpartner vom Fahrgastverband Pro Bahn sei dazwischen gegangen, um dem Opfer zu helfen, teilte die Polizei mit. Dabei sei auch er von dem Mann geschlagen worden. Ermittelt wird wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

«Wir verurteilen den Vorfall aufs Schärfste: Das gewalttätige Handeln des Mitarbeiters unseres Subunternehmens dulden wir nicht, es ist absolut inakzeptabel», teilte der Bahnsprecher mit. «Was auch immer im Vorfeld passiert sein mag - Gewalt ist keine Lösung! Deswegen prüfen wir auch jetzt mit Hochdruck rechtliche Konsequenzen.» Die Aufarbeitung des Vorfalls laufe noch.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Transfermarkt: Ronaldo dementiert Einigung mit Al-Nassr: «Das stimmt nicht»
Tv & kino
Streaming: Netflix: Serie «Wednesday» weiter auf Höhenflug
Das beste netz deutschlands
Featured: iPhone zurücksetzen ohne Apple ID: Diese Methoden gibt es
Job & geld
Verlustreiche Geldanlage: Verbraucherschützer: Zu hohe Risiken am Grauen Kapitalmarkt
Das beste netz deutschlands
Featured: iPhone-Helligkeit verändert sich von allein: Woran es liegt und wie Du es rückgängig machst
Das beste netz deutschlands
Featured: Gelöschte Fotos: So kannst Du sie auf Deinem iPhone wiederherstellen
People news
Royals: Harry und Meghan: Preis für Engagement gegen Rassismus
Tv & kino
Featured: Operation Fortune streamen: Der Actionfilm mit Jason Statham im Heimkino
Empfehlungen der Redaktion
Regional niedersachsen & bremen
Ermittlungen: Nach verletztem Reporter: Erneuter Vorfall an Bahnübergang
Regional bayern
Freisind: Stau wegen Defekts an Bahnübergang
Panorama
Niedersachsen : Zug kracht an Bahnübergang in Lkw - Fahrer stirbt
Regional niedersachsen & bremen
Unfall: Zug kracht an Bahnübergang in Lkw: Fahrer stirbt
Regional hessen
Wetteraukreis: Wendender Lastwagen zwingt Regionalbahn zur Notbremsung
Regional bayern
Zugunglück: Nach Zugunfall von Garmisch-Partenkirchen auch Lok geborgen
Regional nordrhein westfalen
Deutsche Bahn: Modernisierte Pendlerstrecke offiziell in Betrieb genommen
Regional berlin & brandenburg
Märkisch-Oderland: Zug erfasst Auto an Bahnübergang - keine Verletzten