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Kreuzfahrtschiff «Carnival Jubilee» in Eemshaven angekommen

Es ist geschafft: Der Ozeanriese «Carnival Jubilee» der Meyer Werft hat seine erste Fahrt in die Nordsee geschafft. Die Werft spürt bei der Auftragslage nach wie vor Nachwirkungen der Corona-Pandemie.
Neues Kreuzfahrtschiff «Carnival Jubilee»
Das neue Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer Werft «Carnival Jubilee» wird über die Ems zur Nordsee überführt. © Sina Schuldt/dpa

Das neue Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer Werft hat seine Überführungsfahrt vom Emsland in die Nordsee ohne Probleme gemeistert. Nach Angaben eines Werftsprechers erreichte die «Carnival Jubilee» den niederländischen Hafen Eemshaven am Dienstagmorgen gegen 7.00 Uhr.

Das 345 Meter lange Schiff bietet Platz für mehr als 5000 Passagiere. Es soll am 4. Dezember an die amerikanische Reederei Carnival Cruise Line übergeben werden. Bis dahin seien aber noch viele Arbeiten zum Innenausbau und Erprobungsfahrten notwendig, sagte der Sprecher.

Ursprünglich war das Schiff für den deutschen Markt und die Rostocker Reederei-Tochter Aida vorgesehen. Weil der Mutterkonzern allerdings für den amerikanischen Kreuzfahrtmarkt eine schnellere Erholung nach den Einbrüchen wegen der Corona-Pandemie erwartet, habe während des Baus ein Markenwechsel stattgefunden, erläuterte der Werftsprecher. Das habe zahlreiche Veränderungen zur Folge gehabt.

Werftchef Bernard Meyer hatte in der Mitarbeiterzeitung der Werft sein Team aufgefordert, alles zu geben, um das Schiff pünktlich abzuliefern. Das sei der Schlüssel, um wieder das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen und Folgeaufträge zu erhalten. Die pünktliche Ablieferung sei auch entscheidend für die finanzielle Situation der Unternehmensgruppe.

Die internationale Kreuzfahrtbranche war aufgrund der Corona-Pandemie in eine schwere Krise geraten, weil Kreuzfahrten über einen längeren Zeitraum nicht möglich waren. Das hatte auch Auswirkungen auf die Aufträge für die Werften. Die Meyer Werft hatte in Absprache mit ihren Kunden die Abarbeitung der bestehenden Aufträge bis 2025 gestreckt.

Nach der Ablieferung der «Carnival Jubilee» gibt es bis Ende 2025 noch vier weitere Kreuzfahrtschiffe, die fertiggestellt werden. Gespräche für Neuaufträge liefen zwar, neue Verträge seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es von der Werft. Die Kreuzfahrtreedereien müssten nach den Einbrüchen der Corona-Zeit erst wieder Geld verdienen, um ihre Schulden zu begleichen.

© dpa
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