Mehr Trinkwasserbrunnen? Zuspruch und Bedenken

Zum Vorstoß der Bundesregierung für mehr öffentlich zugängliche Trinkwasserbrunnen werden in Niedersachsen Unterstützung aber auch Bedenken geäußert. «Dies ist ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für die hervorragende Qualität unseres Trinkwassers zu stärken», sagte der Geschäftsführer des Wasserverbandstags in Hannover, Godehard Hennies, am Mittwoch. Die Nutzung von Trinkwasser statt Mineralwasser wirke sich positiv auf die Umweltbilanz aus.
Ein Sportler trinkt Wasser an einem öffentlichen Trinkwasserspender der Stadt Hannover. © Julian Stratenschulte/dpa

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen in Deutschlands Städten und Kommunen viel mehr öffentlich zugängliche Trinkwasserbrunnen aufgestellt werden. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) passierte am Mittwoch das Bundeskabinett. «Zugang zu Trinkwasser muss für alle Menschen in Deutschland so einfach wie möglich sein», sagte Lemke.

Laut Gesetzesentwurf sollen solche Brunnen künftig standardmäßig zur öffentlichen Wasserversorgung zählen. Für Städte und Gemeinden soll dies zur Pflicht werden. Sie sollen aber weitgehende Flexibilität bekommen, was die Lage und die Zahl der Trinkwasserbrunnen angeht. Aufgestellt werden sollen Trinkwasserbrunnen an zentralen, frequentierten und gut erreichbaren Orten.

Für den Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund (NSGB) ist der Ausbau nicht erforderlich. «Es ist aus unserer Sicht nicht zwingend notwendig, flächendeckend in Niedersachsen weitere Trinkwasserbrunnen zu errichten», sagte NSGB-Sprecher Stephan Meyn. Man schließe sich der Stellungnahme des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zum Gesetzesentwurf an. Darin heißt es unter anderem, dass 99,7 Prozent aller Haushalte an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen seien. Das Ziel der entsprechenden europäischen Richtlinie sei in Deutschland bereits erreicht.

Schon heute gibt es laut Bundesumweltministerium deutschlandweit mehr als 1300 öffentliche Trinkwasserbrunnen. In einem ersten Schritt sollen Städte und Gemeinden nun etwa 1000 zusätzliche Brunnen aufstellen, wie das Ministerium weiter mitteilte.

© dpa
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