Motorsegler stürzt in Häuser: Bewohner mit Glück im Unglück

Ein 79 Jahre alter Pilot kreist mit seinem Segelflugzeug über einem Dorf in Südniedersachsen. Plötzlich verliert der Flieger an Höhe und kracht in zwei Gebäude. Die Obduktion des getöteten Piloten könnte Hinweise auf die Absturzursache geben.
Nach dem Absturz eines Sportflugzeuges ist die Feuerwehr vor Ort. © Christian Gossmann/dpa

Ein Motorsegler ist beim Flug über Südniedersachsen abgestürzt und in zwei Wohnhäuser im Landkreis Hildesheim gekracht. Bei dem Unfall am frühen Freitagabend kam der 79 Jahre alte Pilot ums Leben. Die Bewohner der beiden Häuser in Lübbrechtsen blieben laut Polizei unverletzt, weil sie sich nicht zu Hause aufgehalten hatten. «Man kann froh sein, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist», sagte ein Bewohner der «Hildesheimer Allgemeinen Zeitung». Das Flugzeug sei zunächst gegen sein Haus geprallt, danach durch die Wand des Nebengebäudes gekracht und dort im Wohnzimmer stehengeblieben.

Unmittelbar nach dem Absturz traf ein Beauftragter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig an der Unglücksstelle ein. Die aufwendigen Arbeiten zur Ermittlung der Unfallursache dauerten am Wochenende vor Ort an. Ein Untersuchungsbericht werde erst in einigen Monaten erwartet, sagte BFU-Sprecher Germout Freitag der dpa. Zu prüfen sei auch, was in der Luft passierte. Die Obduktion des getöteten 79-jährigen Piloten könne zum Beispiel Hinweise darauf geben, ob ein medizinischer Notfall vorlag.

An den Gebäuden in dem kleinen Dorf entstand erheblicher Sachschaden, die Höhe war der Polizei zufolge zunächst unklar. Der Pilot war nach den Ermittlungen der Polizei mit seinem motorisierten Segelflugzeug im Raum Magdeburg gestartet. Er kreiste zwei Mal über der Ortschaft Lübbrechtsen. Zeugen beobachteten, dass das Sportflugzeug beim zweiten Mal deutlich an Höhe verlor, außerdem seien aufheulende Motorgeräusche wahrnehmbar gewesen. Danach stürzte der Pilot ab.

Zuvor war der Motorsegler dicht am Tower des Flughafens Braunschweig Wolfsburg vorbeigeflogen. Er habe die Kontrollzone des Flughafens dicht, aber noch in erlaubter Höhe überflogen, sagte ein Sprecher des Flughafens auf Anfrage der dpa am Samstag.

© dpa
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