Vogelpark Walsrode wird 60 Jahre alt

Der Weltvogelpark Walsrode wird in diesem Sommer 60 Jahre alt. Die spektakulärste Aktion ist die Flugshow. Schon 10.000 Mal sind die trainierten Vögel mit Kamera im Rucksack aufgestiegen.
Michael Lenzgen, Tierpfleger im Weltvogelpark Walsrode, begutachtet Kiera, den Hellroten Ara. © Philipp Schulze/dpa/Archivbild

Der Weltvogelpark Walsrode hat in diesem Sommer sein 60. Jubiläum - eine große Feier wird es nicht geben. Ein besonderes Anliegen des Parks ist der Respekt vor den kleinen Tieren. «Von Beginn an war es das Ziel des Weltvogelparks, über die Begeisterung und Faszination für die Vogelwelt auch auf deren Gefährdung, vor allen Dingen durch den Menschen, aufmerksam zu machen», sagt Sprecherin Janina Ehrhardt. Dabei ist es der Parkleitung wichtig, Besucher und Besucherinnen aus allen Altersgruppen anzusprechen.

Den Vögeln soll alles geboten werden, um ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben zu können, zum Beispiel Bepflanzung mit Versteckmöglichkeiten, die richtigen Nisthilfen und -höhlen, Nistmaterial und verfügbare Partnerinnen. «Und unter solchen Bedingungen klappt es umso besser mit dem Nachwuchs», betont Ehrhardt.

Eine Besonderheit ist die Flugshow, bei der Cheftierpfleger German Alonso 2001 das erste Mal seine trainierten Tierchen losließ. Rund 10.000 Shows wurden seither durchgeführt. Zwei der allerersten Flugshow-Vögel sind immer noch dabei - der Gaukler Nelson und der Hellrote Ara Columbus. Das Gänsegeier-Weibchen Kenia wird derzeit angeleitet und soll die Flugshow unterstützen. Dazu muss eine Ultraleichtkamera an einem Geschirr befestigt werden, die den Flug aus etwa 25 Metern Höhe aufzeichnet. So können Besucher den Park aus der Vogelperspektive betrachten.

Im weitläufigen Park leben etwa 4000 Vögel von 650 Arten. Sie verzehren jährlich 1618 Kilogramm Bananen, 12.930 Kilogramm Äpfel und Birnen, 3740 Kilogramm Blaubeeren, 1670 Salatköpfe plus fast 15.000 Kilogramm an anderem Obst und Gemüse. Dazu kommen 6060 Eier, 31.770 Kilogramm Fisch und etwa 30.000 Kilogramm Fleisch. 1065 Kilogramm Lebendfutter, wie etwa Käferlarven, werden ebenso verfüttert wie rund 50.000 Kilogramm sogenannte Futterpellets, Körner oder Samen.

Waren es Anfang der 1960er-Jahre noch acht Mitarbeitende, die Parkanlagen, Gehege, Volieren und die Tiere gepflegt haben, so arbeiten inzwischen während der Saison rund 150 Gärtner, Tierpfleger, Biologen, Verwaltungskräfte sowie Gastronomen im Park.

© dpa
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