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Hass-Kommentare gegen Svenja Huth: «Geht woanders haten»

Der offene Umgang mit Homosexualität bei den deutschen Fußballerinnen zieht im Netz so manchen Hasskommentar nach sich. Die Wolfsburgerin Svenja Huth erlebt das nun wieder - und antwortet darauf.
Svenja Huth
Svenja Huth steigt in den Teambus ein. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Der Deutsche Fußball-Bund hat Nationalspielerin Svenja Huth gegen homophobe Kommentare auf der Plattform X verteidigt. «Wir kommentieren, moderieren und blocken zum Teil. Bedauerlicherweise ist das also schon die moderierte Variante. Umso mehr freuen wir uns über positives Feedback und Gegenstimmen. Wichtig!», schreibt der DFB. Der Verband hatte nach der Ankunft des deutschen Teams vor dem Nations-League-Spiel in Rostock gegen Dänemark (Freitag, 20.30 Uhr/ZDF) ein Foto gezeigt, das die Vizekapitänin vom VfL Wolfsburg mit ihrer Lebensgefährtin Laura und einem Kinderwagen zeigt.

Das Paar war nach der Weltmeisterschaft in Australien erstmals Mutter eines Sohnes (Emil) geworden. Die 32-jährige Huth hatte in verschiedenen Medien offen über die künstliche Befruchtung gesprochen, die ihre Lebensgefährtin in Spanien vorgenommen hatte.

Bei X äußern nun Personen ihren Unmut über das Familienmodell und eine «kranke Gesellschaft». «Wir haben schon sehr viele ausgeblendet», schrieb der DFB zur Kritik einer Userin, die die Löschung dieser Hass-Kommentare verlangte, und antwortet an manchen Stellen mit Humor. Außerdem heißt es vonseiten des Verbandes: «Geh doch bitte woanders haten. Danke.»

Huth reagierte am Mittwochabend ebenfalls, indem sie ein Bild bei Instagram postete, auf dem sie ihren Sohn im Arm hält: «Glücklich, dich bei mir zu haben», schrieb sie. «Wir lassen uns nicht entmutigen & das solltet ihr auch nicht, wenn jemandem Eure Liebe nicht passt. Viel wichtiger sind uns die vielen schönen Nachrichten und Kommentare, die wir von Euch bekommen. Liebe geht raus!»

© dpa
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