Babyleiche in Mülltonne: Noch kein Ergebnis der Obduktion

26.05.2022 Eine Frau alarmiert die Polizei in Hannover und erzählt, dass ihr Lebensgefährte ihr neugeborenes Baby in einem Mülleimer abgelegt habe. Lebte das Kind bei der Geburt?

Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei. © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Nach dem Fund eines toten Neugeborenen in einer Mülltonne in Hannover wird gegen die mutmaßlichen Eltern wegen des Verdachts des Totschlags durch Unterlassen ermittelt. Nach einer ersten Einschätzung könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Säugling überlebensfähig gewesen wäre, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Tatverdächtige sind die 27-jährige Mutter und ihr 22 Jahre alter Lebensgefährte.

Die Schlüsselfrage sei, ob es eine Totgeburt war oder das Baby überlebensfähig gewesen sei, sagte ein Behördensprecher. Die Obduktion sei nicht hinreichend aufschlussreich gewesen, deshalb seien Zusatzuntersuchungen angeordnet worden. Ein Ergebnis ist dem Sprecher zufolge erst in drei bis vier Wochen zu erwarten.

Die Polizei hatte das leblose Baby am Dienstagmittag in dem Mülleimer im Stadtteil Misburg-Nord entdeckt. Zuvor hatte eine 27-Jährige den Polizei-Notruf gewählt und von der Geburt berichtet. Sie sagte, dass ihr Lebensgefährte das Baby abgelegt habe. Der 22-Jährige führte die Beamten zu der Mülltonne neben Altglas-Containern. Die Frau, die das Kind zur Welt gebracht hatte, wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Beide Beschuldigten seien noch nicht förmlich vernommen worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Sie wurden nicht festgenommen.

Das Paar lebt in einer Wohnung in der Nähe des Fundorts. Am Dienstag wurden rund um den Fundort Spuren gesichert und Anwohner als mögliche Zeugen befragt. Warum das Baby in der Mülltonne abgelegt wurde, ist bisher unklar. Die Staatsanwaltschaft machte keine Angaben dazu, ob die Frau die Schwangerschaft verheimlicht haben könnte. Ob es sich bei dem Baby um ein Mädchen oder einen Jungen handelte, wurde zunächst auch nicht mitgeteilt.

© dpa

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