Heilbäder setzen auf Prävention mit natürlichen Heilmitteln

Prävention ist wichtig, das ist allgemein bekannt. Aber wie können Heilbäder und Kurorte davon profitieren? Dazu gibt es eine Idee - die in Niedersachsen Gestalt annimmt.
Eine Besucherin steht unter einem Wasserstrahl. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Die niedersächsischen Heilbäder und Kurorte setzen künftig stärker auf Prävention mittels natürlicher Heilmittel wie Nordseeluft, Moor und Sole. Der präventive Einsatz der natürlichen Heilmittel, um Krankheiten zu verhindern, sei bundesweit einmalig, sagte Ilka Lemkemeyer vom Heilbäderverband Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur. Bisher würden diese Heilmittel eingesetzt, um Beschwerden zu lindern und zu behandeln. Künftig sollen gesetzlich Versicherte entsprechende Präventionskurse besuchen können, erste Angebote wie Sole- oder Moorprävention soll es 2023 geben. Die Heilbäder stellten sich auf eine erhöhte Nachfrage ein.

Genaue Zahlen zu den künftigen Erwartungen an die Patientenzahlen im Zusammenhang mit Vorsorgemaßnahmen gebe es nicht, es sei ein «dezentrales Geschäft», sagte der Vorsitzende des Heilbäderverbandes Niedersachsen, Norbert Hemken. Allein bei ambulanten Badekuren werde eine Verzehnfachung angepeilt.

Laut Verband hat die Zentrale Prüfstelle Prävention der Krankenkassen in Deutschland die Heilmittel aus dem Norden erstmals zur Vorsorge zugelassen - damit nehme Niedersachsen bundesweit eine Vorreiterposition ein. Erste Angebote seien zertifiziert, dies solle weiter ausgebaut werden, sagte Hemken.

Die natürlichen Heilmittel und die neuen Angebote sollen ein Thema auf dem 7. niedersächsischen Bädertag am Mittwoch und Donnerstag auf der Nordseeinsel Norderney sein. Erwartet werden Vertreter von 37 führenden Heilbädern und Kurorten Niedersachsens.

Weitere Themen sind die Profilierung der Heilbäder und der Arbeitskräftemangel. Außerdem forderte Hemken Unterstützung der Politik dabei, den Tourismus als Leitindustrie zu stärken. Von den jährlich rund 46 Millionen Übernachtungen im Land entfielen mehr als 50 Prozent auf Kurorte und Heilbäder, betonte er.

© dpa
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