Goslar: Angela Merkel würdigt 1100-jährige Geschichte

Die Stadt Goslar feiert im Jahr 2022 ihr 1100-jähriges Jubiläum. Zum offiziellen Festakt hielt Altkanzlerin Angela Merkel die Festrede. Sie fand nicht nur lobende Worte für die Stadt selbst.
Angela Merkel (CDU), frühere Bundeskanzlerin, kommt zum Festakt zum 1100-jährigen Jubiläum der Stadt Goslar auf die Bühne. © Swen Pförtner/dpa

Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Stadt Goslar gewürdigt. Es sei mehr als gerechtfertigt, dass Goslar Teil des Unesco-Weltkulturerbes sei, sagte Merkel bei einem Festakt anlässlich des 1100-jährigen Jubiläums Goslars am Donnerstag. Zuvor hatte sie zur Begründung detailliert die Geschichte der Stadt vorgetragen, die einst unter anderem Wohnsitz vieler Kaiser war.

Die Altkanzlerin lobte außerdem die Arbeit von Kommunalpolitikern. «Der eigentliche Grund, heute hier zu sein, ist, dass ich höchsten Respekt und größte Bewunderung für diejenigen habe, die vor Ort in den Kommunen politisch engagiert sind», sagte Merkel, die seit dem Ende ihrer Amtszeit nur selten öffentlich auftritt. Die zahlreichen aktuellen Herausforderungen - Klimawandel, Digitalisierung, demografischer Wandel, Corona, Kriege und Terror - sowie ihre Auswirkungen müssten oft ganz praktisch vor Ort gelöst werden.

Merkel sprach im historischen Kaiserpfalz-Gebäude vor geladenen Gästen und Bürgern. Die Kaiserpfalz zählt zusammen mit der Goslarer Altstadt und dem Erzbergwerk Rammelsberg seit 1992 zum Unesco-Weltkulturerbe, die Oberharzer Wasserwirtschaft seit 2010. In Goslar wurde auch die CDU gegründet - im Jahr 1950.

Mit Blick auf den im Februar begonnenen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sagte Merkel, dass dies die größte Verletzung der völkerrechtlichen Prinzipien in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei. «Deshalb markiert der 24. Februar 2022 eine tiefgreifende Zäsur.» Dennoch müsse langfristig an einer Gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands gearbeitet werden, «auch wenn es eines sehr langen Atems bedarf».

Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (SPD) dankte der Altkanzlerin für ihre Festrede. Es sei eine Ehre, sagte Schwerdtner. Sie überreichte Merkel unter anderem eine Münze als Geschenk, «damit Sie die Kaiserpfalz als ihre Lieblingspfalz in Erinnerung behalten». Eine Jazzband spielte zudem das Lied «Du hast den Farbfilm vergessen» der in der DDR geborenen Sängerin Nina Hagen. Das Lied wurde auch beim Großen Zapfenstreich für die damals scheidende Bundeskanzlerin gespielt.

Nach dem Festakt wurde die Kaiserpfalz letztmalig in diesem Jahr mit einer Licht- und Videoinszenierung angestrahlt. Bereits das gesamte Jahr über gab es anlässlich des Stadtjubiläums zahlreiche Veranstaltungen in der Stadt.

© dpa
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