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Gefährliche Zwischenfälle bei Bauernprotesten

Tausende Landwirte haben sich auch in Niedersachsen an den bundesweiten Protesten beteiligt. Mit Traktoren oder Lastwagen blockierten sie Straßen. Die Polizei zieht Bilanz - und berichtet von mehreren gefährlichen Zwischenfällen.
Blaulicht
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens der Polizei. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Bei den Bauernprotesten in Niedersachsen ist es weitestgehend friedlich geblieben. Allerdings gab es dabei am Montag auch mehrere gefährliche Zwischenfälle, in denen nun die Polizei ermittelt. An vielen Orten sei es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen, teilten diverse Polizeistellen mit.

Absperrungen ignoriert und Menschen angefahren

Zu einem gefährlichen Zwischenfall kam es in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg: Ein 45 Jahre alter Autofahrer umfuhr dort eine Blockade über einen Geh- und Radweg und erfasste einen Protestteilnehmer. Der 35-Jährige wurde verletzt per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber am Nachmittag wieder verlassen, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer flüchtete zunächst vom Unfallort, wurde jedoch wenig später vorläufig festgenommen. Gegen den 45-Jährigen wird wegen des Verdachts der versuchten Tötung ermittelt.

In Lüneburg umfuhr ein 48-Jähriger eine Absperrung und fuhr einen Demonstrationsteilnehmer an. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. In Tostedt im Landkreis Harburg touchierte ein Verkehrsteilnehmer zwei Protestierende, die dadurch leicht verletzt wurden.

Im Landkreis Uelzen waren mehr als 600 Traktoren unterwegs. Die Fahrzeuge fuhren durch die Stadtgebiete und über Hauptverkehrsstraßen. In der Lüneburg waren laut Polizeiangaben ungefähr 400 Traktoren und 600 Lastwagen am Protest beteiligt.

Aus dem Landkreis Aurich hieß es: «Trotz großräumiger Demonstrationen und einer vielerorts angespannten Verkehrssituation kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen und die Proteste blieben friedlich.» Der Rettungsdienst habe keine größeren Behinderungen zu beklagen gehabt.

In Wiesmoor sei eine angeordnete Rettungsgasse zugestellt gewesen. Ein Rettungswagen habe daher über den Radweg fahren müssen, wo er sein Blaulicht durch eine Kollision mit einem Verkehrsschild zerstört habe. Einige Müllabholungen müssten am Dienstag nachgeholt werden.

Etwa 500 Trecker waren im Landkreis Heidekreis unterwegs. In Stade errichteten 20 Traktorfahrer eine Straßenblockade auf der Bundesstraße 73/74, die sie auch über Nacht aufrecht erhalten wollten.

Rund 500 Fahrzeuge im Kreis Rotenburg

Die Polizei in Celle zählte etwa 400 teilnehmende Fahrzeuge an Demonstrationen. Im Landkreis Rotenburg waren es in der Spitze rund 500 Fahrzeuge, die teilnahmen. Verkehrsknotenpunkte seien kurzzeitig blockiert worden, einige Traktorfahrer fuhren auf die Autobahn 1 auf und mehrere Lastwagen eines Bauunternehmers hätten durch langsames Fahren den Verkehr auf der Autobahn ausgebremst. Die Polizei habe in den Fällen jeweils Bußgeld- sowie Strafverfahren eingeleitet. Die meisten Protestierenden seien kooperativ gewesen, hieß es.

In Braunschweig waren Landwirtschaftsfahrzeuge im unteren vierstelligen Bereich unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Zeitweise sei der Verkehr zum Erliegen gekommen. Bei einer Versammlung am Mittag zählte die Polizei circa 1500 Menschen. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

In Wolfsburg und dem Landkreis Helmstedt seien 250 Menschen mit Traktoren unterwegs gewesen, die später nach Braunschweig weitergefahren seien. Sie hätten unter anderem Kreisverkehre blockiert. Zwischendurch seien Schneisen für Autos geöffnet worden, um den Verkehr nicht komplett zum Erliegen zu bringen.

Die Bauernproteste sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.

© dpa
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