Bremen feiert WM-Teilnahme des Top-Torschützen Füllkrug

Für Niclas Füllkrug geht ein Traum in Erfüllung: Der Werder-Angreifer fährt mit dem DFB-Team zur WM. Dementsprechend groß ist der Jubel an der Weser. Der 29-Jährige hat keine großen Ansprüche.
Bremens Niclas Füllkrug. © Robert Michael/dpa/Archivbild

Mit großem Jubel feierte Niclas Füllkrug mit Mitspielern und Team-Betreuern von Werder Bremen seine Nominierung für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Am Donnerstag gab Bundestrainer Hansi Flick den Kader bekannt und berücksichtigte den Angreifer, der bisher noch nie ein Länderspiel für die A-Nationalmannschaft bestritten hat.

Dementsprechend groß war die Freude bei seinen Mitspielern Michael Zetterer und Leonardo Bittencourt, die den Moment der Bekanntgabe bei Instagram festhielten. Mitspieler und mehrere Betreuer sprangen Füllkrug dabei in die Arme, beglückwünschten ihn und sangen «Füllkrug is on fire». Die Berufung in das Nationalteam sieht er auch als Verdienst seines Bremer Teams. «Es ist eine Auszeichnung, die nicht nur mich trifft, sondern eine Auszeichnung, die den ganzen Verein treffen sollte», sagte er in einer Medienrunde.

Öffentlich war sein Mitwirken bei dem Turnier seit Wochen gefordert worden. «Ich freue mich einfach, dass es positiv ausgegangen ist und ich so ein positives Erlebnis miterleben darf», sagte er. Es sei das Größte, was man als Fußballer erleben könne. Es kommt laut Füllkrug nicht so häufig vor, dass jemand von einem Aufsteiger nominiert werde. Das spreche für den Club aus Bremen.

Der Angreifer will schnell ein Gefühl für die Mannschaft bekommen und das DFB-Team auf oder neben dem Platz zu unterstützen: «Ich habe mir nicht viel vorgenommen», sagte Füllkrug und fügte hinzu: «Es geht darum, schnell eine Rolle zu finden, in der ich der Mannschaft helfen kann.»

Nun bleibt abzuwarten, welche Rolle Flick ihm geben will. «Niclas hat zehn Tore, das Momentum auf seiner Seite. Er macht das sehr gut», lobte Flick den derzeit erfolgreichsten deutschen Torschützen in der Bundesliga. Der DFB-Trainer habe lange mit Werder-Coach Ole Werner gesprochen. «Es ist das Feedback, das ich von Ole bekommen habe, dass er einer ist, der ständig versucht, sich zu verbessern. Dass er einer ist, der der Mannschaft immer das Vertrauen schenkt, dass immer noch etwas geht», meinte Flick.

Füllkrug war zuletzt in überragender Form und half den Bremern immer wieder auch mit Treffern in den Schlussminuten zu wichtigen Punkten. An seinem Mitwirken bei dem umstrittenen Turnier in Katar waren zuletzt keine großen Zweifel mehr aufgekommen. Füllkrug drängte sich mit seinen überzeugenden Leistungen förmlich in das Aufgebot. Im DFB-Dress war er bereits bei Einsätzen in den deutschen Juniorennationalmannschaften zu sehen, für die U20 absolvierte er neun Länderspiele.

Der SV Werder gratulierte seinem Angreifer zur Teilnahme an der WM. «Auch wenn wir vieles an diesem Turnier kritisch sehen, hast du dir die Nominierung verdient. Herzlichen Glückwunsch, «Lücke»!», schrieb der Fußball-Bundesligist am Donnerstag. Auch Profifußball-Leiter Clemens Fritz freute sich für Füllkrug: «Er ist in einer Top-Verfassung und hat es sich einfach verdient. Wir freuen uns unglaublich für ihn», sagte er der «Bild».

Werner kann im letzten Heimspiel dieses Jahres am Samstag gegen RB Leipzig (15.30 Uhr/Sky) wieder auf die Dienste des 29-Jährigen zählen, der zuletzt wegen einer Rückenprellung pausieren musste. Nach der 1:6-Niederlage in München muss Werder ausgerechnet gegen die formstarken Leipziger Wiedergutmachung leisten. «Es ist der denkbar beste Gegner, zumindest von der Qualität», sagte Trainer Ole Werner. Die Sachsen sind seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen.

«Das ist eine schwierige Aufgabe. Wir können das Spiel nicht verlegen, wollen das Spiel aber auch nicht verlegen, sondern wir gehen rein, konzentrieren uns auf uns und versuchen, der schwerstmögliche Gegner zu sein», fügte der 34-Jährige hinzu. Nach dem erfolgreichen Jahr mit dem Wiederaufstieg der Bremer sei die Bewertung der vergangenen zwölf Monate jedoch «nicht von dem Spiel abhängig», wie Werner angesichts der 21 Punkte und dem siebten Tabellenrang bilanzierte.

© dpa
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