Bittencourt: Abhängigkeit vom Videoschiedsrichter zu groß

Fußball-Bundesligist Werder Bremen sieht sich auch durch das Schiedsrichtergespann um das Weiterkommen im DFB-Pokal gebracht. Insbesondere Leonardo Bittencourt will beim Pokal-Aus seines Teams am Mittwoch beim Zweitligisten SC Paderborn (4:5 im Elfmeterschießen) eine gewisse Hilflosigkeit bei einer kniffligen Situation ausgemacht haben. «Ich habe so etwas das Gefühl, sie verlassen sich zu sehr auf den Videobeweis, dass sie gar nicht mehr selbst entscheiden können», sagte Bittencourt in der ARD nach dem Spiel. Hintergrund ist das Fehlen des Videoschiedsrichters in der zweiten Pokalrunde.
Werders Leonardo Bittencourt verlässt das Spielfeld. © Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild

Am Mittwoch hatte Bremens Niclas Füllkrug in der ersten Halbzeit der Verlängerung das vermeintliche Tor zum 3:2 des Hanseaten erzielt. Schiedsrichter Frank Willenborg hatte zunächst auf Tor entschieden, dies aber nach Rücksprache mit dem Vierten Offiziellen Frederick Assmuth wieder revidiert, da es zuvor ein Foul eines Bremer Spielers gegeben haben soll. «Ich kann sie nicht verstehen», sagte Werner, der sich insbesondere am Eingreifen des Vierten Offiziellen an der Seitenlinie störte: «Der Schiedsrichter hat eigentlich perfekte Sicht, steht zehn Meter daneben und gibt das Tor. Dann wird das von der Seitenlinie wieder revidiert. So etwas habe ich noch nie erlebt.»

Paderborns Trainer Lukas Kwasniok hatte zu den Beschwerden Werders eine klare Meinung. «Wenn du 60 Meter Luftlinie hast als Trainer, dann solltest du dich etwas zurückhalten», sagte Kwasniok. Der SCP-Coach wollte sich davon vor allem die Pokalparty nicht nehmen lassen. «Ich weiß nicht, wie viel die Jungs trinken - ich auf jeden Fall mehr», kündigte Kwasniok bei Sky an. 

© dpa
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