LNG-Terminal Wilhelmshaven: Unterlagen sind einsehbar

LNG-Terminals sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit von russischem Gas. In Wilhelmshaven soll die erste Anlage in Deutschland entstehen. Der nächste Schritt auf dem Weg dorthin steht an.
Am zukünftigen Anleger für das FSRUs findet der erste Rammschlag statt. © Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Die Planunterlagen zum Bau eines Terminals für Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven können seit Freitag eingesehen werden. Die Unterlagen von Niedersachsen Ports (NPorts) sollen unter anderem auf der Internetseite des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (www.nlwkn.niedersachsen.de) sowie in mehreren Rathäusern einsehbar sein, wie der Landesbetrieb mitteilte. Die Dokumente sollen den Angaben zufolge bis kommende Woche Donnerstag zur Verfügung stehen. Bis 28. Juli können Einwände gegen das Vorhaben eingereicht werden.

Am 1. Juli erhielt der Energiekonzern Uniper - selbst stark unter Druck wegen der sinkenden russischen Gas-Lieferungen - die Genehmigung für den vorzeitigen Baustart. Übergangsweise soll zunächst ein Schwimm-Terminal in Wilhelmshaven angebunden werden, bevor später ein fester Umschlagplatz dazukommt.

Die Bauarbeiten liefen kürzlich voll an. Wenn alles nach Plan geht, kalkuliert das Land Niedersachsen mit einem möglichen Betriebsstart ab dem 21. Dezember. Die sonst mitunter langwierigen und komplexen Verfahren mit den Behörden sollen deutlich beschleunigt worden sein, laut Uniper verging vom Einreichen der maßgeblichen Antragspapiere bis zur vorzeitigen Zulassung gut ein Monat. Das Unternehmen peilt allgemein an, das LNG-Terminal im Winter betreiben zu können.

Über die Wilhelmshavener Anlage sollen bis zu 7,5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr umgeschlagen werden - 8,5 Prozent des aktuellen deutschen Gasbedarfs. Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) erhofft sich hier noch ein zweites Terminal, das nach seiner Einschätzung vielleicht schon 2023 LNG aufnehmen könnte.

Wichtig ist neben dem Bau der Anlandestellen und der Verankerung spezieller Tankschiffe die Einbindung ins überregionale Verteilnetz. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie erteilte Ende Juni seine Genehmigung für eine 26-Kilometer-Pipeline des Netzbetreibers Open Grid Europe von Wilhelmshaven zum Anschlusspunkt Etzel.

© dpa
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