Justizministerin erschüttert nach Steinwurf auf Synagoge

Nach einem Steinwurf auf eine Synagoge in Hannover hat sich Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) erschüttert gezeigt. «Es geht hier um einen Eingriff in den sensibelsten Kern der Religionsausübung», sagte die Ministerin. Die Tat sei «ein hässliches Zeichen für den zunehmenden Antisemitismus in unserem Land».
Eine Ermittlerin schaut durch ein beschädigtes Fenster an der Synagoge der Jüdischen Gemeinde. © Julian Stratenschulte/dpa

Nach bisherigen Ermittlungserkenntnissen wurde am Mittwochabend eine Scheibe einer Synagoge in Hannover eingeworfen. In dem Gebäude beteten zu der Zeit rund 150 Menschen und feierten den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Der Staatsschutz ermittelt. Bisher sind keine Angaben zu möglichen Tätern, einem Motiv oder dem Tathergang bekannt. «Wir ermitteln mit Hochdruck in alle Richtungen», sagte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstagvormittag. Vor drei Jahren gab es in Halle (Saale) während des Jom Kippur einen Anschlag auf eine Synagoge, bei dem zwei Menschen getötet wurden.

Ministerin Havliza betonte, Niedersachsen werde sich Antisemitismus auch weiterhin entgegenstemmen. «Der gestrige Vorfall in der Haeckelstrasse zeigt einmal mehr, dass die Frage der Verbesserung der Sicherheit jüdischer Einrichtungen alles andere als eine Phantomdebatte ist», sagte der Niedersächsische Landesbeauftragte gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Franz Rainer Enste. Er zeige wie wichtig ein konsequentes Vorgehen gegen alle Erscheinungsformen von Antisemitismus sei.

© dpa
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