Der Handel im Energiesparmodus: Was kommt auf Kunden zu?

Der Handel im Nordwesten bereitet sich auf Monate im Energiesparmodus vor. Im Herbst und Winter sollen Vorgaben der Regierung erfüllt und im Bestfall auch eigene Maßnahmen umgesetzt werden. Ein einheitliches Vorgehen ist dabei aber nicht erkennbar.
Kunden gehen in ein Bekleidungsgeschäft. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Angesichts eines drohenden Gasmangels und der Aufforderung zum Energiesparen sucht auch der Handel in Niedersachsen nach Lösungen. «Wir sehen dabei aber eher viele Einzelmaßnahmen als eine flächendeckende Entwicklung», sagte Mark Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen/Bremen, der Deutschen Presse-Agentur. Zu unterschiedlich seien die Herausforderungen für die einzelnen Händler.

Aus diesem Grund halte sich der Verband auch mit Empfehlungen zurück. Energiesparen sei längst vielerorts das zentrale Thema, die Möglichkeiten zur Umsetzung aber sehr unterschiedlich, sagte Krack. Maßnahmen, die sich schnell und möglichst vielen Teilnehmern umsetzen lassen, hat der Handelsverband in seinen «schnellen Tipps zum Energiesparen» zusammengetragen. Darin geht es etwa um Beleuchtung, den Umgang mit Heizungen und Klimaanlagen sowie die Mitarbeitersensibilisierung.

Die Bundesregierung hatte jüngst kurzfristige Maßnahmen zur Energieeinsparung beschlossen. Darin wurde unter anderem festgelegt, dass Leuchtreklamen und Werbetafeln seit September um 22.00 Uhr ausgeschaltet werden müssen und dass Ladentüren zu beheizten Geschäftsräumen im Einzelhandel nicht mehr dauerhaft offen stehen dürfen. Um der Befürchtung zu begegnen, dass bei geschlossenen Ladentüren weniger Kunden kommen, hat der Verband Plakate entwickelt. Die Botschaft: Türen zu, Geschäft offen.

Vereinzelt sind in Niedersachsen aber auch Maßnahmen im Gespräch, die für Kunden spürbarer sind. Nach einem Bericht der «Braunschweiger Zeitung» haben vier zur Edeka-Gruppe gehörende Supermärkte in der Stadt ihre Schließzeiten auf 20 Uhr vorgezogen. Der «Weser-Kurier» berichtete, dass in einem Bremer Shopping-Center als kurzfristig umsetzbare Maßnahme die Aufzüge im Parkhaus nur teilweise im Betrieb seien.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Brasiliens Fußball-Ikone: «Beten für den König»: Botschaften an Pelé
Games news
Featured: Intergalaktisches Fantasy-Spektakel: Die besten Warhammer-Games im Überblick
Musik news
Reggae: Krise als Chance - «Mad World» von Gentleman
People news
Monarchie: Edwardskrone wird für Krönung von Charles III. vorbereitet
Internet news & surftipps
Internet: Twitter sperrt Kanye West erneut
Reise
Gestörte Zugverbindungen: Bahnstreik in Frankreich bremst Verkehr nach Deutschland aus
Handy ratgeber & tests
Featured: Waagen-Apps für Apple Watch: Diese synchronisieren sich mit dem iPhone
Das beste netz deutschlands
Warntag: Ist Cell Broadcast auf Ihrem Smartphone aktiv?
Empfehlungen der Redaktion
Wirtschaft
Strom und Gas: Von Rolltreppen bis Beleuchtung: Der Handel spart Energie
Job & geld
«Für Kunden kaum spürbar»: Von Rolltreppe bis Beleuchtung: Der Handel spart Energie
Regional niedersachsen & bremen
Einzelhandel: Energiesparen: Kein einheitliches Vorgehen beim Handel
Regional niedersachsen & bremen
Verbraucher: Niedersachsens Kommunen unterstützen Energiesparpläne
Wirtschaft
Energie: Neue Energiespar-Vorgaben treten in Kraft: Das gilt ab heute
Job & geld
Ladentüren zu, Werbetafeln aus: Ab jetzt gelten neue Energiespar-Vorgaben
Regional niedersachsen & bremen
Corona-Jahre: Händler vor Weihnachtsgeschäft vorsichtig optimistisch
Regional rheinland pfalz & saarland
Förderprogramm: Saarland will Handel fit für die Zukunft machen