Energieminister: Brauchen rasch Klarheit für LNG-Anlagen

06.07.2022 Niedersachsens Energieminister Olaf Lies hat den Bund aufgefordert, die Standortentscheidungen für weitere LNG-Terminals wegen der zunehmenden Liefersorgen bei russischem Pipeline-Gas jetzt möglichst schnell zu treffen. «Ich bin absolut sicher, dass wir genügend Gas haben werden, wenn es auch ausreichende Kapazitäten für die Aufnahme und Weiterleitung gibt», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. «Daher die Bitte an Berlin: Wir brauchen Klarheit für alle nötigen Anlagen. Es führt kein Weg daran vorbei, diese Terminals schnell zu bauen.»

Olaf Lies (SPD), Umweltminister von Niedersachsen. © Mia Bucher/dpa/Archivbild

Zur Anbindung von Deutschlands erstem schwimmenden Tanklager für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Wilhelmshaven hat der Energiekonzern Uniper mittlerweile die Genehmigung. Weitere solcher Anlagen zum Umschlag, Zwischenspeichern und Wiederverdampfen des Gases, die bis zum Bau fester Terminals an Land übergangsweise eingesetzt werden, sollen etwa nach Stade und ins schleswig-holsteinische Brunsbüttel kommen. In Wilhelmshaven soll der Betrieb Ende dieses Jahres starten, in Brunsbüttel nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ab Anfang 2023. Es gibt demnach inzwischen Zusagen für vier Terminals - wo die zwei übrigen entstehen, sei noch nicht entschieden.

Unter anderem sollen dem Vernehmen nach auch Ostseehäfen in Mecklenburg-Vorpommern mit im Rennen sein. Lies erhofft sich zudem eine Umsetzung der Pläne für Stade und ein zweites Terminal für Wilhelmshaven. «In Stade ist eigentlich alles klar, wir könnten dort morgen Material bestellen», erklärte er. Prinzipiell könnte ein Betriebsbeginn wohl schon im dritten Quartal 2023 zu schaffen sein. «Jede Woche, die sich der Bund schwertut mit einer Entscheidung, ist eine Woche mehr, die wir verlieren.» Es gibt Befürchtungen, Russland könnte seine Lieferungen von Pipeline-Gas noch im Juli einstellen.

Lies wies darauf hin, dass nicht nur das Tempo in der Zulassung der Terminals selbst, sondern auch bei deren Anschluss ans überregionale Gasverteilungsnetz hoch sein müsse. Bei Wilhelmshaven etwa wird eine neue Leitung dafür gebaut. Letztlich werde der Gasnetzausbau in Deutschland genauso wichtig werden wie das Finden neuer Lieferanten und der Aufbau von LNG-Importkapazitäten: «Es geht darum, in einer extremen Notlage die Versorgungssicherheit sicherzustellen.»

© dpa

Weitere News

Top News

Tv & kino

RBB-Affäre: Unmut über mögliche Abfindung für Schlesinger

2. bundesliga

Trauerfeier im HSV-Stadion: «Einer von uns - nur besser»: Abschied von Uwe Seeler

Handy ratgeber & tests

Featured: Samsung Galaxy Z Fold4: Alle Infos zum neuen 5G-Flaggschiff im Hands-on

Musik news

Berlin: Seeed mit Open-Air-Marathon

Wohnen

Einbruchschutz: Bewegungsmelder sicher vor Manipulation aufhängen

Handy ratgeber & tests

Featured: Samsung Galaxy Z Flip4: Alle Infos zum neuen 5G-Smartphone im Hands-on

Tv & kino

Featured: Nope | Kritik: Bereit für fliegende Untertassen in der Wüste?

Auto news

Carthago Chic C-Line : Nobel mit Stern

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Energie: Ministerium: LNG-Transporte gesichert

Regional niedersachsen & bremen

Gas: LNG-Terminal: Klage könnte «Abhängigkeit von Putin» erhöhen

Wirtschaft

Wilhelmshaven: Pipeline soll LNG-Terminal an Erdgasnetz anbinden

Regional hamburg & schleswig holstein

Energie: SH Netz bereitet Versorgungsumstellung auf Flüssiggas vor

Regional niedersachsen & bremen

Lies zum Bau von LNG-Terminal: «Große Herausforderung»

Regional niedersachsen & bremen

Niedersachsen unterstützt Importpläne für Flüssigerdgas

Regional niedersachsen & bremen

Energie: Minister: LNG-Import noch vor Winter 2023 möglich

Regional mecklenburg vorpommern

Ukraine-Krieg: Weiter «angespannte Lage» nach Anlaufen von Nord Stream 1