VW will SUV von Scout in USA als E-Marke wiederbeleben

11.05.2022 Die besonders in den USA beliebten Pick-ups waren für Volkswagen dort lange eine Leerstelle im Angebot - ab 2026 will der Konzern nun mit einer eigenen E-Marke nachlegen. Geplant ist, einen vollelektrischen Pritschenwagen und ein SUV unter dem Herstellernamen Scout in den Vereinigten Staaten herauszubringen. Das gab VW am Mittwochabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg bekannt. Dies wäre eine Art Wiederbelebung der Geländewagen des früheren Auto-, Lkw- und Landmaschinenbauers International Harvester aus Chicago. In einer ersten Stufe sollen 100 Millionen Euro an Investitionen in das Projekt fließen, hieß es aus dem Umfeld des Unternehmens.

Ein Symbol für ein Elektroauto markiert einen Parkplatz neben einer E-Ladesäule. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die Suche nach einer Möglichkeit, auf dem Markt für Pick-ups Fuß zu fassen, lief bereits länger. Zwar haben die leichten Nutzfahrzeuge von Volkswagen mit dem Amarok seit vielen Jahren solch ein Modell im Programm - ausgerechnet in den USA wurde es aber nicht verkauft. Ein Grund war eine skurrile Importhürde, mit der Washington Handelshemmnisse für exportierte Hühnchen durch höhere Einfuhrzölle für bestimmte Autotypen vergolten hatte («Chicken Tax»).

In der Folge dominierten die heimischen Anbieter wie General Motors oder Ford das Inlandsgeschäft mit Pick-up-Trucks. Inzwischen sind auch US-Elektroautobauer wie Tesla oder Rivian in der Sparte aktiv. Ein vom VW-Plattform-Partner Ford entwickelter Amarok-Nachfolger soll in diesem Sommer vorgestellt werden. Bisher lieferte der Konzern gut 830.000 Amaroks in Europa, Südamerika, Südafrika und Ozeanien aus.

Für Volkswagen lief es in den USA nach dem dort zuerst aufgeflogenen Diesel-Abgasbetrug lange nicht rund. Auch die genaue Strategie war Beobachtern oft nicht ganz klar - zwischenzeitlich wurde etwa eine «Limousinen-Offensive» ausgerufen, während das Geschäft mit SUVs immer stärker anzog. 2021 gelang dem Konzern auf dem wichtigen Markt nach verlustreichen Jahren dann die Wende in die schwarzen Zahlen.

Bis 2030 peilt Vorstandschef Herbert Diess in den Vereinigten Staaten nun einen Gesamtmarktanteil von 10 Prozent an. Außerdem soll es auch hier mehr E-Modelle geben. Die Fabrik in Chattanooga (Tennessee) wird ausgebaut, außerdem könnte ein neues Werk in den USA oder in Mexiko entstehen. Im nordamerikanischen Lkw-Geschäft war der Konzern lange ebenso nicht vertreten, jüngst übernahm er den US-Anbieter Navistar.

© dpa

Weitere News

Top News

People news

Film: «Das Boot»-Regisseur Wolfgang Petersen gestorben

Sport news

Leichtathletik-EM: Doppel-Gold: Kaul und Lückenkemper verzücken Olympiastadion

Gesundheit

Verfärbungen und Löcher: Für schöne Zähne auf Zigaretten verzichten

Internet news & surftipps

Tech-Milliardär: Musks neue Twitter-Posse: Kauf von Man United war ein Witz

Tv & kino

Neuer Film: Schauspieler Robert De Niro ist einfach kriminell gut

People news

65. Geburtstag: Harald Schmidt über Deutschland: «Der Laden läuft»

Auto news

964er oben ohne: Porsche-Umbauer Singer bringt Cabrio

Das beste netz deutschlands

Sicherheit: Signal mit PIN und Registrierungssperre nutzen

Empfehlungen der Redaktion

Auto news

Zusammen mit Ford: Neuer VW Amarok kommt Ende 2022

Auto news

VW Amarok: Vorhang auf für Generation 2

Auto news

Gewachsener Pick-up : Neuer VW Amarok: Ford-Vetter mit eigenem Auftritt

Wirtschaft

E-Mobilität: Volkswagen eröffnet Batterielabor am US-Werk Chattanooga

Regional niedersachsen & bremen

Autoindustrie: VW-Nutzfahrzeuge plant mehr E-Modelle: Preise können steigen

Wirtschaft

Nutzfahrzeuge: VW plant weitere E-Modelle - Preise könnten steigen

Internet news & surftipps

Elektroauto: Tesla eröffnet in Texas zweites US-Werk

Auto news

Tesla, VW oder Nio?: Studie: E-Auto-Käufer bevorzugen heimische Modelle