Der «Schiefe Turm von Bremerhaven» steht immer noch

Vor einer Woche sackte ein Teil der Nordmole an der Weser in Bremerhaven ein. Der Leuchtturm - ein Wahrzeichen der Seestadt - droht einzustürzen. Jetzt soll zunächst die Kuppel abgenommen werden.
Ein Kran nimmt die Kuppel des schiefen Leuchtturms auf der Mole ab. © Jörg Hüneke/TNN/dpa/Archivbild

Die Rettungsaktion für den in Schieflage geratenen Moleturm in Bremerhaven gestaltet sich schwieriger als erwartet. Auch am Donnerstag konnte die historische rote Kuppel mit einem Schwerlast-Kran nicht abgehoben werden. Wie Bremenports am Abend mitteilte, hatte sich die freigeschnittene Kuppel bei mehreren Versuchen nicht gerührt. Möglicherweise sei sie schwerer als die berechneten fünf Tonnen. Sie könnte aber auch noch an einer Stelle festhängen. Ursprünglich hatte die Kuppel bereits am Mittwoch angehoben werden sollen.

Die Nordmole mit dem Leuchtfeuer an der Weser ist eines der Wahrzeichen von Bremerhaven. Vor einer Woche war die Mole an der Geestemündung abgesackt, der Leuchtturm befindet sich seither in einer gefährlichen Schieflage.

Nach Angaben der Stadt steht das Seezeichen, das 1914 in Betrieb genommen wurde, seit 2001 unter Denkmalschutz. Die Nordmole ist Eigentum des Landes Bremen, der Turm mit seinem aktiven Leuchtfeuer gehört der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Die Arbeiten zur Rettung des Denkmals sollten am Freitag fortgesetzt werden.

Durch die Anhebe-Versuche hat die rote Kuppel inzwischen eine Beule. Doch das ist laut Bremenports das geringste Problem. Sie müsse ohnehin nach der Rettung saniert werden.

In Bremen gibt es eine Diskussion, warum es so weit kommen konnte und warum das Wahrzeichen nicht frühzeitig gesichert wurde. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) hatte in einer ersten Reaktion scharfe Kritik geübt. «Wenn man zynisch sein wollte, könnte man sagen, das war ein Desaster mit Ansage», sagte der Rathauschef vorige Woche. «Ich habe seit Jahren die Verantwortlichen im Senat und bei Bremenports dringlich auf die Notwendigkeit der Sanierung der Nordmole hingewiesen, aber leider ist nichts Sichtbares passiert.»

© dpa
Weitere News
Top News
Internet news & surftipps
Mails, SMS & Co: Ermittler sollen in EU leichter an Daten kommen
Internet news & surftipps
Telekommunikation: Studie: Westeuropa holt bei 5G-Mobilfunk rasant auf
Sport news
NBA: Doncic mit 41 Punkten: Mavs beenden Niederlagen-Serie
Auto news
Klassiker unter Strom: Auch als Kombi: Opel fährt elektrischen Astra vor
Tv & kino
Sexualisierte Übergriffe: Maria Schrader: Umdenken in der Filmbranche seit #MeToo
Job & geld
Arbeitsunfähigkeit melden: Arbeitsunfähigkeit melden: So funktioniert das neue eAU-Verfahren
Games news
Featured: Warhammer 40k: Darktide – Übersicht aller Klassen
Internet news & surftipps
Verbraucher: EU-Einigung: Online-Einkäufe sollen sicherer werden 
Empfehlungen der Redaktion
Regional niedersachsen & bremen
Baudenkmal: Moleturm in Bremerhaven: Demontage voraussichtlich ab Montag
Regional niedersachsen & bremen
Bremerhaven: Schiefer Moleturm steht noch
Panorama
Denkmal: Schiefer Turm in Bremerhaven wird untersucht
Panorama
Wahrzeichen: Moleturm in Bremerhaven droht umzustürzen
Regional niedersachsen & bremen
Denkmal: Schiefer Moleturm in Bremerhaven steht noch
Regional niedersachsen & bremen
Denkmal: Schiefer Turm in Bremerhaven: Kuppel soll gelöst werden
Regional niedersachsen & bremen
Bremerhaven: Kuppel von schiefem Moleturm in Bremerhaven endlich geborgen
Regional niedersachsen & bremen
Bremerhaven: Moleturm droht zu stürzen: Rückbau ab Wochenende?