Südschnellweg in Hannover für geplante Rodungen gesperrt

Für den Ausbau des Südschnellwegs in Hannover steht die Rodung von Bäumen bevor. Die Einrichtung eines Sperrbereichs verlief am Wochenende aus polizeilicher Sicht ruhig. Autofahrern dürften die Maßnahmen in naher Zukunft aber einiges abverlangen.
Demonstrierende bei einer Kundgebung gegen Rodungsarbeiten für den Ausbau des Südschnellwegs. © Moritz Frankenberg/dpa

Vor geplanten Rodungen für den umstrittenen Ausbau des Südschnellwegs in Hannover ist am Sonntag die Strecke in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden - für mehrere Tage. Zur Sicherung des Arbeitsbereichs werde derzeit ein Bauzaun errichtet, sagte eine Polizeisprecherin. Während der Sperrung bis voraussichtlich Mittwoch soll der Verkehr umgeleitet werden, die Polizei warnt jedoch vor erheblichen Behinderungen.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte angekündigt, ab Montag mit bauvorbereitenden Arbeiten zwischen der Schützenallee und der Leinebrücke beginnen zu wollen. Durch Rodungen im Bereich Döhren soll das notwendige Baufeld für die Ersatzbrücke und den Tunnelbau beim Südschnellweg (B3) in Hannover vorbereitet werden.

Gegen die Pläne hatte es in der Vergangenheit mehrfach Proteste und auch Baumbesetzungen gegeben. In der Nähe des abgesperrten Sicherheitsbereiches wurde am Sonntag eine Mahnwache von Umweltschützern fortgesetzt. Julia Förster von der Initiative «Leinemasch bleibt» berichtete von einer niedrigen zweistelligen Teilnehmerzahl.

Der Aufbau des Sperrbereichs verlief aus polizeilicher erfreulich ruhig, wie ein Sprecher am Sonntagnachmittag bilanzierte. Zwei Aktivisten hielten sich ihm zufolge während der Arbeiten auf Bäumen im Gefährdungsbereich auf. Sie sollten diesen verlassen, weil ein sicheres Fällen sonst nicht möglich gewesen wäre, wie der Sprecher sagte. Nach Beratungen mit Konfliktmanagern hätten sich die beiden Personen selbst abgeseilt.

Der Südschnellweg (B3) ist laut Niedersächsischer Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr von großer Bedeutung für den Verkehr im Großraum Hannover. Die Straße soll langfristig ausgebaut werden, weil vier Brücken ohnehin erneuert werden müssen.

© dpa
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