Lehrer fordern Ende der Personalnot an Schulen

Rund 1500 Schulbeschäftigte haben am Mittwoch in Hannover vor der Staatskanzlei gegen die Personalnot an niedersächsischen Schulen demonstriert. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zum Protestzug durch die Landeshauptstadt aufgerufen, damit die nächste Regierung diesen Missstand unmittelbar nach der Landtagswahl am Sonntag angeht. Am «Unesco-Welttag der Lehrerin und des Lehrers» erinnerte die Bildungsgewerkschaft daran, dass in den Schulen mindestens 10.000 Beschäftigte fehlen - neben Lehrkräften Tarifbeschäftigte mit pädagogischen, therapeutischen und technischen Berufen oder in der Sozialarbeit. Auch an den Hochschulen und in der Erwachsenenbildung seien die Personallücken unhaltbar.
Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

«Die Schuld an der Personalnot in unseren Schulen tragen die Landesregierungen der zurückliegenden knapp 20 Jahre gemeinsam. Nun müssen sie den Karren auch gemeinsam aus dem Dreck ziehen, egal wer am 9. Oktober die Landtagswahl gewinnt», forderte der GEW-Landesvorsitzende Stefan Störmer. Jährlich müsste eine Milliarde Euro bereitgestellt werden, um den Personalmangel durch höhere Ausbildungszahlen mittel- und langfristig zu beheben.

«Die Dauerüberlastung macht das verbliebene Personal krank. Keine der verantwortlichen Regierungskoalitionen hat genug Personal angeworben und ausgebildet, keine hat ausreichend Entlastung im System geschaffen», hieß es weiter. Die GEW habe zumindest erreicht, dass der bestehende Personalmangel nicht mehr wegdiskutiert wird.

© dpa
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