Stark vor Startelf-Debüt: «Er brennt auf seinen Einsatz»

Er kam im Sommer mit großen Erwartungen von Hertha BSC. Doch bislang saß der ehemalige Nationalspieler Niklas Stark bei Werder Bremen fast immer auf der Bank. Das soll sich am Samstag ändern.
Hertha BSCs Niklas Stark. © Andreas Gora/dpa/Archivbild

Amos Pieper war der erste Neuzugang von Werder Bremen, Jens Stage ist der teuerste. Niemand kam vorher so viel herum wie Oliver Burke - und niemand weckte bei den Werder-Fans nach seiner Verpflichtung so hohe Erwartungen wie Niklas Stark. Der 27-Jährige kam im Sommer als Vize-Kapitän bei Hertha BSC, U21-Europameister von 2017 und zweimaliger Nationalspieler unter Joachim Löw nach Bremen.

Für einen Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga ist das kein alltäglicher Transfer. Doch die bisherige Saisonbilanz ist für alle Beteiligten eine Enttäuschung: Als potenzieller Abwehrchef geholt, stand Stark bislang an keinem der sieben Spieltage in Werders Stammformation. Das soll sich an diesem Samstag ändern, wenn vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr/Sky) ein Platz in der Dreierabwehrkette freigeworden ist. Denn Pieper, der bislang deutlich überzeugendere von zwei neuen Innenverteidigern, ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.

Stark sei der «logische Ersatz. Er brennt auf seinen Einsatz», sagte Trainer Ole Werner vor diesem Spiel. «Ich erwarte von ihm, dass er seine Qualität auf den Platz bringt. Er soll, wie jeder andere Spieler auch, seine Stärken einbringen und hoffentlich zu einer guten mannschaftlichen Leistung beitragen.» Bereits zu Beginn der Woche hatte der Werder-Coach die Startelf-Premiere seines prominentesten Neuzugangs angekündigt. «Meine Eindrücke von ihm sind positiv. Er hat sich in den letzten Wochen sowohl im Training als auch bei seinen Einsätzen gesteigert und ist auf einem sehr guten Weg.»

Starks schleppender Einstieg in Bremen hat viel mit seinen starken Konkurrenten Pieper, Milos Veljkovic und Marco Friedl zu tun. Der Österreicher Friedl ist Werders neuer Kapitän, der Serbe Veljkovic ein WM-Kandidat seiner Nationalmannschaft.

Bei Stark selbst kamen noch drei Dinge hinzu: «Es ist ein neues System für mich, eine neue Idee von Fußball, die ich sehr gut finde», sagte der frühere Junioren-Nationalspieler. Das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal bei Energie Cottbus verpasste er gleich wegen einer Erkrankung. Danach stand das Team vorerst. Außerdem wirkte seine am Ende immer chaotischere Hertha-Zeit bei Stark noch länger nach. «Ich hatte in den vergangenen drei Jahren in Berlin sieben Trainer. Da ist es schwer, Fußball zu spielen, wenn der eine diesen Plan hat und der andere einen anderen», sagte er in einem «Sport Bild»-Interview.

Jetzt will er dazu beitragen, dass Werder am Samstag gegen Gladbach endlich den ersten Bundesliga-Heimsieg seit dem 26. Februar 2021 schafft. Damals gab es ein 2:1 gegen Eintracht Frankfurt.

© dpa
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