Pistorius: «Man hätte es besser kommunizieren müssen»

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat eine konsequente Aufarbeitung des Vorgehens der Wolfsburger Polizei gegen Bremer Fans angekündigt. «Es kristallisiert sich heraus, und das werden wir sorgfältig prüfen und entsprechend Schlüsse ziehen, dass man möglicherweise nicht alles so hätte machen müssen und vor allem hätte man es besser kommunizieren müssen als es geschehen ist», sagte er am Mittwoch in Hannover.
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius steht vor einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. © Matthias Bein/dpa/Archivbild

Werder-Ultras waren am Samstag aus Protest nicht zu dem Spiel in Wolfsburg (2:2) gekommen. Am Samstag hatten die Fans Durchsuchungen und Personalienbestimmungen der Beamten am Wolfsburger Hauptbahnhof als unverhältnismäßig empfunden.

«Das muss aufgearbeitet werden, und das werden wir sorgfältig tun, weil ich ein großes Interesse daran habe, Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten», versprach Pistorius. Derzeit werde ein Bericht im Landespolizeipräsidium ausgewertet.

Der Innenminister verteidigte die grundsätzliche Einschätzung der Polizei und verwies auf den Einsatz von Pyrotechnik durch Bremer Fans im DFB-Pokal eine Woche zuvor. «Und ich darf daran erinnern, dass es bei dem Spiel Cottbus gegen Bremen heftigste Exzesse mit Pyrotechnik gegeben hat und dass die Polizei Grund zu der Annahme hatte, dass sich das in Wolfsburg wiederholen könnte.»

Videos in den Sozialen Medien hatten Fans gezeigt, die von mehreren Polizisten vor Einsatzfahrzeugen umgeben sind und die Ansage der Beamten erhalten, dass die Anhänger sich nicht im Stadtgebiet aufhalten und nur zum Stadion gehen dürften. Die Wolfsburger Polizei teilte am Sonntag mit, dass sich Bremer Fans im Stadtgebiet hätten aufhalten dürfen. Die Aktion sollte «Auseinandersetzungen von Fangruppierungen» verhindern, schrieb die Behörde auf Twitter.

© dpa
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