Ex-Trainer über Wolfsburger Dominanz: «War schon überrascht»

Der frühere Meistertrainer Stephan Lerch hat nicht mit einer derartigen Dominanz seines Ex-Clubs VfL Wolfsburg in der gerade abgelaufenen Frauenfußball-Saison gerechnet. «Ich war schon überrascht, dass es am Ende zu so einer souveränen Meisterschaft und so einem Pokalsieg gekommen ist. Denn man hat zu Beginn der Saison noch nicht kommen sehen, dass der VfL Wolfsburg am Ende eine solche Dominanz ausstrahlen wird», sagte der 37-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Deshalb muss ich sagen: Respekt vor dem, was da ab der Winterpause passiert ist: diese extreme Souveränität, diese Klarheit, diese Dominanz und dieses stabile Auftreten.»
Stephan Lerch in einem Stadion. © Angelika Warmuth/dpa

Lerch trainierte die Wolfsburgerinnen von 2017 bis 2021 und gewann mit ihnen dreimal die deutsche Meisterschaft sowie viermal den DFB-Pokal. Im vergangenen Sommer wechselte er in das Nachwuchsleistungszentrum von 1899 Hoffenheim, wo er nach einem Jahr mit den U17-Junioren nun zum U19-Trainer aufsteigen wird.

Der VfL gewann im ersten Jahr mit seinem Nachfolger Tommy Stroot das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. «Man muss aber auch sagen: Die Konkurrenz war in diesem Jahr unter dem Strich nicht so stark», analysierte Lerch. «Der FC Bayern war als Titelverteidiger nicht so stabil wie im Vorjahr. Und obwohl viele sagen, die Liga sei enger zusammengerückt, teile ich diese Ansicht nicht zu 100 Prozent. Viele Mannschaften haben es nicht geschafft, ihr Potenzial optimal auszuschöpfen. Deshalb hat es der VfL Wolfsburg am Ende wieder völlig verdient geschafft, sich gegen alle durchzusetzen.»

Trotz eines großen Umbruchs haben die Wolfsburgerinnen nach Auffassung von Lerch noch immer den erfahreneren Kader als der große Rivale Bayern München. «Wir haben beim VfL Wolfsburg schon damals davon gelebt, dass wir unser Team im Kern über Jahre zusammengehalten haben und auch immer wieder Typen in dieser Mannschaft hatten. Die gehen in schwierigen Zeiten vorneweg. Und die wissen auch, was man braucht, um erfolgreich Fußball zu spielen und Titel zu holen», sagte er. «Almuth Schult ist ein Beispiel dafür, Alexandra Popp, früher Nilla Fischer, Sara Björk Gunnarsdottir und Pernille Harder: Diese Typen hatte der FC Bayern München meiner Ansicht nach nicht so dauerhaft auf dem Platz in dieser Saison. Und solche Charaktere braucht man, um in den entscheidenden Momenten liefern zu können.»

© dpa
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