Sturmflutschäden: Strandaufschüttungen auf Baltrum beginnen

Nach den kräftigen Winterstürmen müssen auf einigen Inseln die Badestrände wieder aufgeschüttet werden. Für den Sandtransport rollen auf Baltrum nun Bagger und Dumper über die Insel. Dabei drängt die Zeit, denn die Urlaubssaison steht bevor.
Ein Schild mit der Aufschrift „Vorsicht!“. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Winterstürme hatten große Teile des Badestrandes fortgespült - daher beginnen nun auf der kleinsten ostfriesischen Insel Baltrum die Sandaufschüttungen. Vier Muldenkipper, sogenannte Dumper, transportierten bei Niedrigwasser am Mittwochmorgen die ersten Ladungen Sand vom östlichen Teil der Insel an den Weststrand, wie die Gemeinde mitteilte. Dort soll der Sand, rund 50.000 Kubikmeter, dann mit Baggern und einer Planierraupe verteilt werden.

Bereits im März hatten ähnliche Arbeiten auf der ebenfalls von den Sturmfluten getroffenen Insel Wangerooge begonnen. Auch auf Norderney soll Sand an einem Strandabschnitt wieder aufgefüllt werden.

Durch die nun gestarteten Sandaufschüttungen sollen vor allem der westliche und der mittlere Teil des Baltrumer Badestrandes wiederhergestellt werden. An diesem Teil des Strandes haben etwa eine Kitesurfschule, ein Kajakverleih, Strandspielgeräte und viele Strandkörbe ihren Platz.

Der Sand kommt aus einem Reservoir im Inselosten. Dort hätten sich auch große Teile des Badestrandes nach den Sturmfluten abgelagert, sagte ein Gemeindesprecher. Die Dumper sollen nur bei Niedrigwasser unterwegs sein, zu den Badezeiten sind keine Transporte vorgesehen.

Besonders die Sturmfluten infolge mehrerer Orkan- und Sturmtiefs von Ende Januar bis Ende Februar hatten teils schwere Schäden an den Ostfriesischen Inseln verursacht und auch auf Baltrum den Badestrand nahezu komplett weggespült. Der Küstenschutz plant deswegen Maßnahmen für den Inselschutz in diesem Sommer etwa auf Wangerooge, Langeoog und Norderney.

Einige Inseln wie etwa Baltrum müssen aber auch selbst aktiv werden, um ihre für den Inseltourismus lebenswichtigen, weggespülten Badestrände wieder aufzuschütten. Die Landesregierung hatte sowohl für den Küstenschutz als auch für die touristischen Maßnahmen mehr als sieben Millionen Euro Hilfe zugesichert.

«Auch dank der finanziellen Hilfe durch das Land Niedersachsen können wir nun davon ausgehen, spätestens in einem Monat den alten Strandbereich wieder hergestellt zu haben - auch für unsere Strandkörbe», teilte Baltrums Inselbürgermeister Harm Olchers (parteilos) mit.

Bei den Arbeiten drängt die Zeit, denn Ende Juni beginnen bereits die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen - einem der wichtigsten Bundesländer für den Tourismus auf den Ostfriesischen Inseln. «Wir hoffen, dass der Strand bis dahin wieder für alle Nutzer uneingeschränkt zur Verfügung steht», sagte Olchers.

© dpa
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